Montag, 22. Dezember 2008

Weihnachts-Shopping in New York: Geld verprassen, das traut sich keiner mehr

Weihnachts-Shopping in New York:

Geld verprassen, das traut sich keiner mehr

Weihnachts-Shopping in New York: Geld verprassen, das traut sich keiner mehr
© Mario Tama/Getty Images
Viele New Yorker Geschäfte, wie hier "Banana Republic", versuchen mit zusätzlichen Prozenten Käufer anzulocken

New York City ist ein Shopping-Paradies, besonders vor Weihnachten. Im ersten Dezember nach der Wirtschaftskrise sieht aber alles anders aus. Wo sich sonst Touristen drängen, herrscht gähnende Leere. Nicht einmal mehr gut betuchte New Yorker geben gern und offensiv ihr Geld aus.


Die New York Yankees sind die berühmteste und reichste und lauteste Baseball-Mannschaft der Welt. Bescheidenheit ist ein Fremdwort für sie, Erfolg inzwischen leider auch. Die Yankees sind der Rekordmeister der amerikanischen Major League Baseball, ihren letzten großen Titel aber gewannen sie 2000. In dieser Saison fanden die Play-Offs der Liga ohne sie statt, erstmals seit 1993, was auch daran lag, dass Alex Rodriguez, ihr Homerun-König, nur abseits des Spielfeldes auffiel: als angeblicher Liebhaber von Madonna, der Pop-Königin. Champions sind die Yankees nur noch im Geld ausgeben. Das aber kommt in Zeiten von Rezession und Rekordarbeitslosigkeit nicht besonders gut an.

Im Frühling ziehen die Yankees in ein neues Stadion, dessen Bau 1,3 Milliarden Dollar gekostet hat, vorher verpflichteten sie noch schnell Carsten Charles Sabathia, genannt C.C., von den Milwaukee Brewers. C.C. Sabathia ist der beste Werfer der Liga - und nun auch der bestbezahlte: Die Yankees garantieren ihm in den nächsten sieben Jahren 161 Millionen Dollar - eine Rekordsumme. Am Donnerstag wurde Sabathia in New York City präsentiert, natürlich mit mächtig viel Getöse, derweil das "New York Magazine" leicht angeekelt fragte, wie man ausgerechnet "während einer Finanzkrise" darauf kommen könne, jemanden "zum teuersten Werfer in der Geschichte des Baseballs zu machen"?
Weihnachts-Shopping in New York: Geld verprassen, das traut sich keiner mehr
© Julie Jacobson/AP Bild-Zoom-Funktion
Trotz Finanzkrise: der riesige Weihnachtsbaum vor dem Rockefeller Center steht auch 2008

New Yorker erzählen ungefragt, was ihr Verlobungsring wert ist
Geld ist ein wichtiges Thema in New York, jedenfalls in Manhattan; die Menschen hier definieren sich gern über ihr Einkommen und ihre Ausgaben, sie erzählen ungefragt, wie hoch ihre Miete und was ihr Verlobungsring wert ist. Nun aber, da täglich schlechte Nachrichten von der Wall Street, von überall her kommen, ist Geld auch ein sensibles Thema. Die New Yorker sind ungewöhnlich zurückhaltend und nachdenklich in diesen Tagen, da sich Weihnachten nähert und jeder, der nicht sozial blind ist wie die Yankees, spüren kann, dass etwas anders ist als sonst. Die Festtagslaune fehlt.

Manhattan in der Vorweihnachtszeit, das ist eigentlich traumhaft schön. Vor dem Rockefeller-Center leuchtet der legendäre XXXL-Weihnachtsbaum, auf den Straßen funkeln Weihnachtssterne, die Bäume tragen Lichterketten und der Sound der Stadt wird von Weihnachtslieder bestimmt: Überall hört man "White Christmas" oder "Have Yourself A Merry Little Christmas". Im Dezember 2007 reisten allein eine Million Europäer zum Christmas-Shopping nach New York und erfreuten sich am günstigen Dollar-Kurs. Auf weiten Teilen des Broadways bekam man Platzangst, nicht anders war es auf der Fifth Avenue in Midtown: Gefühlt waren dort täglich zehn Millionen Menschen unterwegs, Einheimische wie Fremde, die mit ihren Einkaufstüten die Gehwege verstopften.

Viele Verkäufer, keine Käufer
Heute aber kann man sich auf der Fifth Avenue ganz entspannt bewegen. Bei Gucci oder Roberto Cavalli sieht man viele Verkäufer herum stehen, aber kaum Einkäufer. In fast jedem Schaufenster hängen Schilder, die nach Kundschaft rufen: "Sale" steht darauf, Ausverkauf, "alles um 50 Prozent reduziert!" Nur bei Abercrombie & Fitch nicht, deren Kapuzenpullis mit Aufdruck ja bei jungen Leuten furchtbar beliebt sind, weil sie auch von Hochglanzpoppern wie David Beckham getragen werden und nicht die Welt kosten. Abercrombie & Fitch erlebte im November einen Verkaufseinbruchs von 28 Prozent, weigert sich aber, die Preise herabzusetzen, weil das die Marke billig erscheinen lassen könnte, wie der Firmenchef sagt. Schön blöd: Übermäßig voll ist der Laden gerade nicht.

Schräg gegenüber bei Tiffany gibt es jetzt rote Schildchen in den Schmuck-Vitrinen, die darauf hinweisen, wo "Schmuck unter 150 Dollar" und "Schmuck unter 200 Dollar" zu finden ist. "Die Leute geben ihr Geld nicht mehr so leicht aus", sagt einer der Angestellten "Wir alle spüren die Krise", sagt er noch, dann holt er einen silbernen Ring mit einem Mini-Diamanten hervor, kein Schnäppchen, und fragt: "Wollen Sie den mal probieren?"

Reiche shoppen anonym
Das alles heißt natürlich nicht, dass in New York City niemand Geld ausgeben mag; es gibt immer noch viele Menschen, die mehr als genug davon haben. Es scheint ihnen wegen des wirtschaftlichen Klimas aber ein bisschen unangenehm zu sein, mit dicken Tüten durch die Gegend zu laufen, auf denen Prada & Co steht. In der "New York Times" gab es kürzlich eine große Geschichte, in der es um "anonyme Luxus-Shopper" ging: Reiche Leute, die beim Geld ausgeben lieber nicht gesehen werden wollen.

Die so denken wie Maggie Buckley, Redakteurin bei der Modezeitschrift "Allure": "Es ist in diesen Zeiten ein bisschen peinlich, einkaufen zu gehen", sagt Miss Buckley, "das hat fast etwas vulgäres." Sie geht jetzt lieber zu privaten Kaufveranstaltungen, von denen es in der Stadt neuerdings eine Menge gibt: Tupperwarepartys im High End-Bereich. Sie finden in Luxus-Hotels statt oder in Luxus-Apartments, Designer oder Juweliere bieten ihre Luxusgüter im ausgewählten Kreis an. Man ist unter seinesgleichen - und niemand muss sich schämen, der eine Brosche mit Diamanten und Saphiren kauft, die etwa so viel kostet wie ein Privatflugzeug.

source stern

Sonntag, 21. Dezember 2008

So feiern die Hollywood-Stars Weihnachten. Reese Witherspoon, Tyra Banks, Tom Cruise und Co

Reese Witherspoon, Tyra Banks, Tom Cruise und Co. So feiern die Hollywood-Stars Weihnachten

Am Strand, in den Bergen oder in der Wüste – wo feiern die Hollywood-Stars das Fest der Liebe?

Schauspieler Patrick Dempsey wohnt zwar in Beverly Hills, will aber zu Weihnachten auf Schnee und Eis nicht verzichten, reist nach Harpswell Neck im US-Bundesstaat Main. Hier hat er geheiratet, hier hat er noch ein altes Zuhause. „Weihnachten und Schnee gehören so zusammen wie Sonne und Strand“, sagt der Hobbyrennfahrer.

Fotogalerie Vergrößern
Christmas 2008

So feiern die
Hollywood-Stars

Tyra Banks, Supermodel und TV-Star, hat hingegen keine Lust auf Kälte, sie fliegt jedes Jahr von New York nach Los Angeles, um mit der Mama ein ganz persönliches Weihnachtsfest zu feiern. „Wir gehen am Strand spazieren und trinken Rotwein unter Stechpalmen“, so Banks.

Viele Promis zieht es immer wieder nach Aspen im US-Bundesstaat Colorado.

Kevin Costner, Barbra Streisand, Demi Moore und ihr Ex-Mann Bruce Willis. Sie alle besitzen eine „kleine Skihütte“ im Winter-Paradies der Multimillionäre. Auch der „Gouvernator“ Arnold Schwarzenegger verkrümelt sich gerne ins schnuckelige Aspen. Hier kostet der Skipass übrigens zwischen 120 und 180 Dollar pro Tag!

Reese Witherspoon verriet: „Ich verbringe die Feiertage in der Regel mit meiner Familie. Ihr größter Wunsch: ein Hühnerstall von Freund Jake Gyllenhaal. Denn Reese hat ihr Geld in der Landwirtschaft angelegt, vor einigen Jahren hat sie sich eine Farm gekauft. Mit Hühnern, Pferden, vielen Hunden und Katzen.

Keine Hühner pferchen, dafür aber Kekse backen, will Julia Roberts über die Feiertage. Sie reist in der Regel mit der gesamten Familie nach New Mexico, wo sie eine Ranch besitzt. Im Ort ist der Star aus Hollywood für seinen vegetarischen Auflauf und seine leckeren Oatmeal-Kekse berühmt.

Ebenfalls auf Reisen begibt sich der Clan um Tom Cruise. In Telluride besitzt der Superstar eine unglaublich schöne Villa. Mit Blick auf die schneebedeckten Berge. „Weihnachten ist für mich ein Fest der Muße, des Zusammenkommens“, sagt Cruise. In diesem Jahr sollen neben Katie und Suri auch seine Stiefkinder Connor und Isabella mit dabei sein, wenn unterm Scientology-Christbaum die Geschenke ausgepackt werden.

Deren Mama Nicole Kidman will derweil mit ihrem Mann Keith Urban und dem neuen Baby zu Hause in Louisiana gemütlich feiern.

In diesem Sinne: Frohes Fest mit viel Liebe und selbst gemachten Keksen, auch wenn sie nicht von Julia Roberts stammen.

source bild


Madonna bandelt mit schönem Brasilianer an - Er ist 29 Jahre jünger

Madonna bandelt mit 21 Jahre altem Brasilianer an

Er ist 29 Jahre jünger Madonna bandelt mit schönem Brasilianer an

Er ist Model, er ist Brasilianer, er ist 21 Jahre jung! Model Jesus Luz stand gemeinsam mit Madonna (50) vor der Kamera, nahm für das amerikanische „W“-Magazin im Hotel Gloria in Rio de Janeiro heiße Bilder auf. Dabei soll es so richtig geknistert haben!

Madonna soll so viel Gefallen an dem knackigen Jüngling gefunden haben, dass sie ihn direkt mit auf ihre „Sticky and Sweet“-Tour nahm, die am Sonntag in Sao Paulo endete. Ein Insider berichtet dem Internetdienst „Page Six“: „Sie ist sehr interessiert.“

Ein anderer Vertrauter wird da noch deutlicher, bestätigt: „Alle wissen, dass sie ,Ficando’ sind. Ein portugiesischer Ausdruck dafür, dass die beiden sich küssen und andere Sachen machen, aber keine feste Beziehung eingehen wollen ..."

Derweil soll ihr Ex-Mann Guy Ritchie (40) mit Hugh Grants Ex Jemina Khan (34) anbandeln. Laut der Zeitung „London Telegraph“ besuchten der „Sherlock Homes“-Regisseur und die einst mit Hugh Grant liierte Londoner High-Society-Schönheit bereits gemeinsam Dinner-Partys von Freunden, wurden am letzten Wochenende zusammen auf einer Hollywood-Feier gesichtet.


source bild

Freitag, 19. Dezember 2008

OBAMAS KABINETT INTERAKTIV Die mächtigste Mannschaft der Welt

OBAMAS KABINETT INTERAKTIV

Die mächtigste Mannschaft der Welt

Der letzte Ministerposten ist vergeben: Barack Obama hat seine Regierung komplett. SPIEGEL ONLINE zeigt das Team, das die USA aus der Krise holen und ihren Ruf restaurieren soll - mit kontroversen Charakteren, einigen Altbekannten und sogar Republikanern: eine Mannschaft wie kaum eine zuvor. mehr...


source spiegel

Hollywoodstar Tom Cruise präsentiert „Die zehn verrücktesten Lügen über mich“


Hollywoodstar Tom Cruise präsentiert „Die zehn verrücktesten Lügen über mich“

Hat sich selbst gegoogelt: Tom Cruise mit der Gerüchte-Liste in David Lettermans „Late Show“
Foto: WENN
1 von 14

Tom Cruise (46) hat versucht, mal den lockeren, selbstironischen Hollywoodstar raushängen zu lassen: Er präsentierte US-Talkmaster David Letterman eine Liste mit den „zehn verrücktesten Dingen“, die über den Schauspieler im Internet kursieren und las daraus vor.

Hier sind Toms Top Ten:

  • „Ich schlafe mit dem Kopf nach unten hängend in einem speziellen, fledermausartigen Geschirr“
  • „Bei den Dreharbeiten zu ,Tage des Donners', aß ich wegen einer Wette einen Reifen“
  • „Ich trage immer noch die Unterhosen aus ,Lockere Geschäfte' (1983)
  • „Mein richtiger Name lautet Tom Blagojevich“
  • „Einmal wandte ich den Heimlich-Handgriff bei einem Koala-Bären an“
  • „Einmal im Monat mache ich die Tour durch die Universal Studios nackt“
  • „Ich glaube, dass man alle seelischen und psychologischen Störungen mit ,Wick Vaporub' lösen kann“
  • „Ich bin ein machtverrückter Egomane, der völlig von der Realität isoliert lebt. Oh, halt, das ist Letterman“
  • „Nachdem ich auf ihre Couch gesprungen bin, nahm Oprah mich in den Schwitzkasten, bis ich Blut hustete“
  • „Ich habe ein Handy in meiner Unterhose, damit ich Freunden sagen kann: ,Ruf meinen Arsch an'“

    Letterman fand die Einlage mäßig witzig. Bei den Zuschauer kam die Top Ten gut an – und besonders gut gefiel der Auftritt Tom Cruise selbst.

source bild

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Miami: Gianni Versaces Villa „Casa Casuarina“ wird Museum Zu Besuch bei einem Modegenie


Versace-Villa MiamiGianni Versaces Villa in Miami ist jetzt ein Museum

Gianni Versaces Villa „Casa Casuarina“ wird Museum Zu Besuch bei einem Modegenie

Ein Löwenfell als Teppich, kostbare Kunstgegenstände und überall goldene Medusen-Köpfe – das Heim der ermordeten Mode-Designers Gianni Versace (†50) kann neuerdings besichtigt werden.

Mehr zum Thema

Elf Jahre nach dem gewaltsamen Tod von Gianni Versace ist seine Villa in Miami noch immer ein Touristenmagnet. Fans und Neugierige strömen in Scharen nach South Beach, um Versace die letzte Ehre zu erweisen.

Jetzt präsentieren die Eigentümer der Casa Casuarina erstmals auch die extravagante Inneneinrichtung der Öffentlichkeit. 65 US-Dollar (etwa 45 Euro) kostet die Besichtigungstour. Wer die ganze Nacht in einer der Versace-Suiten verbringen möchte, muss bis zu 10 000 Dollar (circa 6 920 Euro) bezahlen.

Einige der zehn Schlafzimmer wurden für Versaces zahlreiche VIP-Freunde entworfen, die ihn häufig besuchten. Die Wedgwood-Suite bewohnte beispielsweise Cher, während die Einrichtung der Safari-Suite durch Elton John inspiriert ist.

Fotogalerie Vergrößern
Exklusive Einblicke

Versaces Villa
in voller Pracht

Foto: AP
1 von 11

Die öffentliche Tour durch das Haus führt über den zentralen Innenhof, durch das Esszimmer, Aufenthaltsräume und ein Marmorbad mit goldenem Toilettensitz.Von letzteren gibt es weltweit gerade mal drei Stück. Auch ein Blick auf Versaces Pool, der mit Millionen italienischen Mosaik-Steinen und goldenen Fliesen ausgekleidet ist, steht auf dem Programm.

Im Obergeschoss können die Besucher eine Badewanne besichtigen, die eigens für Madonna eingebaut wurde, sowie die Sternenwarte, in der Tom Cruise und Katie Holmes angeblich drei Stunden dinniert haben, bevor sie sich verlobten. Außerdem steht hier Versaces riesiger Einbauschrank aus Zedernholz, der Gerüchten zufolge heute mit einigen von Paris Hiltons Klamotten gefüllt ist.

Gianni Versace hatte das Haus am Ocean Drive 1116 im Jahr 1992 gekauft und für Millionen von Dollar nach seinem ganz persönlichen Geschmack renovieren lassen. Werfen Sie einen Blick auf die skurrilen Einfälle des ermordeten Modegenies!


source bild


Mittwoch, 17. Dezember 2008

Skifahren in Nordamerika 10 Argumente für die Rockies

Skifahren in den Alpen ist herrlich, keine Frage. Warum also zum Carven über den Atlantik jetten? Hier die zehn wichtigsten Gründe.

Offpisten-Spaß in Keystone
Ein Skitrip nach Nordamerika ist auf den ersten Blick eine anstrengende und teure Angelegenheit. Sicher, für ein verlängertes Wochenende kommt die Reise in die Rockies tatsächlich nicht infrage, und Familien mit kleinen Kindern sollten sich ebenfalls fragen, ob sie die acht bis neun Stunden Zeitverschiebung ihren Kindern wirklich zumuten wollen. Die ersten Rutschversuche der Knirpse können schließlich auch in einem näheren Umfeld unternommen werden. Doch andererseits spricht auch einiges für den Skiurlaub jenseits des Teichs: mehr Schnee, mehr Service, mehr Platz auf der Piste und eine Reihe weiterer Vorteile – siehe nächste Seiten. Und angesichts des immer noch günstigen Dollar-Kurses relativiert sich auch die Preisfrage, vor allem, wenn man ohnehin einmal in die USA oder nach Kanada reisen wollte und den Skitrip noch mit einer Sightseeing-Woche oder einem Badeurlaub kombiniert.

Kombinieren ist auch das Stichwort beim Kostensparen. Wer individuell seine Flüge bucht, ist gut beraten, auch die Angebote verschiedener Airlines zu überprüfen. Dann geht es zum Beispiel mit der einen Fluggesellschaft nach New York – mittlerweile kommt man für 350 Euro über den Atlantik – und mit einer anderen weiter an die Westküste. Gerade in den USA locken interessante „Monatstickets“ für unbegrenzte Stand-by-Inlandflüge. Noch günstiger freilich sind Package-Angebote von USA- und Kanada-Spezialisten. Ein Komplettpaket inklusive Flug, Transfers, einer Woche Unterkunft und Wochenskipass ist bereits ab 1200 Euro zu haben.
Literaturtipp

Die Tipps stammen zum Teil aus dem aktualisierten Band „Ski-Atlas Kanada & USA“ , Vista Point, Canusa Touristik, 16,95 Euro
Wissenschaftlich bewiesen: In Utah fällt der beste Schnee der Welt, Colorado ist dicht auf den Fersen
Tiefe Temperaturen und eine geringe Luftfeuchtigkeit bei Schneefall, das sind zwei der wichtigsten Gründe, warum der Schnee in den Rockies noch deutlich leichter und luftiger ausfällt als in europäischen Gefilden. Außerdem rieselt in den meisten Skigebieten derart viel „Champagne Powder“ herab, dass Marketingstrategen den Spruch erfunden haben: „Bring your snorkel!“ (Bringen Sie Ihren Schnorchel mit)

Der besondere Tipp: Dass der US-Bundesstaat Utah sich mit dem Slogan „greatest snow on earth“ schmückt, mag ein Werbegag sein. Fakt ist jedoch, dass der Große Salzsee einen ganz speziellen Effekt auf den Schnee hat. Was damit gemeint ist, lässt sich erleben, wenn die weiße Pracht etwas weiter östlich in den Bergen herabfällt. Zum Beispiel in Deer Valley in der Nähe von Park City, das sich wiederum rund 50 km von Salt Lake City entfernt befindet. In diesem exklusiven Skigebiet fanden im Jahr 2002 etliche Wettbewerbe der Olympischen Winterspiele statt. Die Exklusivität des Areals macht sich nicht nur an den noblen Unterkünften bemerkbar, sondern auch an der Tatsache, dass man es sich leisten kann, Snowboarder komplett auszusperren.
"Schenk dem Urlauber immer ein Lächeln“ – so lautet die Devise in den meisten Skigebieten
„Have a nice day“ – dieser Spruch samt Lächeln gehört zum Standard am Lifteinstieg, ebenso die helfende Hand, die die Ski in den Gondelköcher steckt, sowie tipptopp präparierte Pisten. Doch damit nicht genug. Gratisheißgetränke auf der Piste, stärkende Cookies am Zielhang, Taschentücher für die schniefende Nase im Lift: Was in Europa nur hier und dort zu finden ist, hat sich jenseits des Atlantiks flächendeckend etabliert. Frei nach dem Motto: Der Skifahrer ist König.

Der besondere Tipp: Beaver Creek, Colorado. Freundlichkeit und Service lassen sich schwer in Rankings messen. Dennoch herrscht Einigkeit, dass das vor fast 30 Jahren am Reißbrett geplante 5-Sterne-Resort westlich von Vail Village ganz vorne mitspielt. Spürbar ist das am besten für die Gäste vor Ort, doch auch ohne Ortskenntnisse kann man sich anhand überdachter Gondel-Rolltreppen-Zubringer und einer beheizbaren (!) Fußgängerzone ein Bild machen, was man in Beaver Creek unter Service versteht.
So sieht die Ideallinie an Amerikas steilster offizieller Skipassage, dem „Corbet´s Couloir“ in Jackson Hole aus. Noch Fragen?
In Europa gibt es drei Farben zur Unterscheidung der Pistenschwierigkeit: Blau, Rot, Schwarz. Frankreich und Teile Italiens bieten noch Grün für besonders einfaches Terrain an, das war’s aber. Nordamerika hingegen unterteilt in fünf Stufen, wobei die „double diamonds“, die zweifachen Diamanten, eine Kategorie beschreiben, die in Europa kaum offizielle Pisten ausweist. Denn hierbei handelt es sich um extrem schwierige Strecken – und davon gibt es, zum Beispiel in Gestalt von Buckelpisten und steilen Rinnen, reichlich. Der „Corbet´s Coulouir“ in Jackson Hole zum Beispiel gehört zu den spektakulärsten Steilhängen der Skiwelt. Den Titel „America´s scariest ski slope“ (Amerikas furchterregendste Skipiste) hat die Passage schon mal sicher.

Der besondere Tipp: Für Könner ist das kalifornische Squaw Valley das Paradies auf Erden und unbestritten eines der anspruchsvollsten Areale weltweit. Das Off-Piste-Terrain versetzt Experten in einen Glücksrausch. Kein Wunder, dass der Gastgeber der Olympischen Winterspiele von 1960 als Drehort der berühmt-berüchtigten Skifilme von Warren Miller diente. Wer es den waghalsigen Stuntmen aus den Filmen nachtun will, der findet außergewöhnlich steiles Gelände bei den Palisades und am Eagle’s Nest am Gipfel von KT-22. Klingt harmlos, ist es aber nicht, denn die gigantischen Felsabstürze und engen Steilrinnen sind nur etwas für echte Cracks. Na denn, Hals- und Beinbruch!
Seit 12. Dezember 2008 im Einsatz: die knapp vier Kilometer lange „Peak 2 Peak“-Gondelbahn
Sicher, was die Anzahl der Lifte pro Skigebiet anbelangt, sind nordamerikanische Areale den Europäern meilenweit unterlegen. Doch Vorsicht vor falschen Rückschlüssen! Denn zum einen sind die meisten amerikanischen Seilbahnen deutlich länger und erstrecken sich nicht selten kilometerlang. Und zum anderen sorgen modernste Anlagen für besonders schnellen Transport der Wintersportler, die sich dann im weitläufigen Gelände so richtig austoben können.

Der besondere Tipp: Whistler/Blackcomb, British Columbia. Zwei riesige Skiberge mit der größten Höhendifferenz von allen Skigebieten Nordamerikas, zwölf fantastische Tiefschneefelder, drei Gletscher und mehr als 200 markierte Pisten – das ist der Schauplatz der Olympischen Winterspiele von 2010, Whistler/Blackcomb. Schon heute werden Bestleistungen registriert, nämlich bei den Bergbahnen. Mit 15 sogenannten Expressliften führt die mehr als 200 Pistenkilometer umfassende Region die Seilbahn-Bestenliste Nordamerikas an. Neuestes Highlight: Seit Anfang Dezember 2008 verbindet die spektakuläre „Peak 2 Peak“-Gondel die beiden Berggipfel von Whistler Mountain und Blackcomb und schwebt dabei über 450 Meter über dem Tal.
Nomen est omen: Das Skigebiet Panorama in den USA bietet herrliche Aussichten – und leere Pisten
Warteschlangen an den Kassen und den Sesselbahnen und Staus auf der überfüllten Piste? Kommt in den Rockies höchst selten vor. In der Regel können sich Skifahrer hier so richtig austoben. Mit ein Grund für die freie Fahrt: Es stehen viel mehr Pistenvarianten zur Auswahl, die zudem deutlich breiter ausfallen. Dass man selbst an den Kassen kürzer ansteht, hat damit zu tun, dass die Vorverkaufsmöglichkeiten von Skipässen deutlich stärker genutzt werden – siehe Rabatte im Internet.

Der besondere Tipp: Panorama, British Columbia. Das Skigebiet Panorama ist ein echter Geheimtipp. Hier fällt das Verhältnis von Pistenkilometern zu Besuchern besonders verlockend aus. Verlockend sind auch die attraktiven Ski-in-ski-out-Möglichkeiten. Das heißt: raus aus dem Hotel oder dem Appartement, rauf auf die Piste, hoch auf den Berg und Panorama genießen.
Ein empfehlenswertes Terrain für Tree-Skiing ist auch Beaver Creek
Was in Europa aus Umweltschutzgründen verboten ist, ist in den USA erlaubt: das Fahren zwischen den Bäumen bzw. im Unterholz. Mitunter sind diese mit Pistenraupen nicht befahrbaren Areale dennoch vom Skipersonal instand gesetzt. Heruntergefallene große Äste etwa werden in einigen Gebieten Tag für Tag aufs Neue entfernt.

Der besondere Tipp: Heavenly, Kalifornien/Nevada. Ein gutes Gebiet zum Unterholzwedeln ist Heavenly. Doch es kommt noch besser: Wer aus den Wäldchen wieder auf die offene Piste gelangt, bekommt eine wahrhaft atemberaubende landschaftliche Schönheit geboten, mit Blick auf die legendären blauen Gewässer des Lake Tahoe. Für abendliche Unterhaltung ist ebenfalls gesorgt. Stichwort Nevada. Klingelt’s? Genau, jede Menge Casinos warten auf risikofreudige Spielernaturen.
Ökologisch fragwürdig, preislich kostspielig, aber in jedem Fall ein Erlebnis: Heli-Skiing
Für viele ein Traum: unberührte und tief verschneite Hänge hinunterwedeln und dabei mehrere Hundert Höhenmeter ohne lästigen Liftstopp meistern. Heli-Skiing macht’s möglich! Das nur in wenigen europäischen Skigebieten angebotene Vergnügen hat in Kanada eine seiner weltweiten Hochburgen. Das Gute: Auch mittelmäßige Fahrer können das Abenteuer wagen. Wer es selbst testen will, der muss jedoch über etwas Kleingeld verfügen, denn die geführten Touren sind nicht ganz billig.

Der besondere Tipp: Banff, Alberta. Banff gilt als Geburtsort des weltweiten Heli-Skiing, wenngleich das „St. Moritz Kanadas“ mindestens noch für drei andere Dinge bekannt ist: seine heißen Quellen, das sportliche Skigebiet Lake Louise und die majestätische Bergkulisse der Rocky Mountains.
Schön und edel: das „39 Degrees“ in Aspen
Auch in den Alpen gibt es mondäne Skiorte, das ist klar. Aber vor allem in den USA sind einige Resorts extra für die gut betuchte Klientel geplant worden. Außerdem ist die Prominenz deutlich präsenter, nicht zuletzt deshalb, weil viele populäre Größen eigene Skigebiete oder zumindest Anwesen gekauft haben.

Der besondere Tipp: „39 Degrees“ in Aspen, Colorado. Die „First Lady Colorado“ ist für die Reichen und Schönen aus Hollywood das beliebteste Skigebiet Amerikas. Es kann also durchaus passieren, dass Brad Pitt oder Sandra Bullock im Lift neben einem Platz nehmen. Auch eine Chance, bekannte Gesichter zu treffen, besteht in den First-Class-Restaurants und Boutiquen der Haute Couture auf der Main Street. Besonders hoch gehandelt wird das Edelrestaurant „39 Degrees“, dem auch ein Nightclub angegliedert ist. Dass Winterurlauber hier Prominenz aus Sport, Wirtschaft und der Film- und Musikbranche treffen, kann beinahe garantiert werden.
Kitschig? Mag sein. Aber echt ist er, der Sonnenuntergang in den Bergen von Vail
Ein kurzer Vergleich der Einwohnerzahlen zwischen Alpen und Rockies spricht eine deutliche Sprache. Im nordamerikanischen Gebirge leben deutlich weniger Menschen. Die Folge: Alles ist hier ursprünglicher, weniger bebaut und einsamer. Und dann machen manch wilde Bergkulissen und Nationalparks noch zusätzlichen Eindruck.

Der besondere Tipp: Jackson Hole, Wyoming. Jackson Hole ist etwas für Leute, die abgelegene Gebiete schätzen. Hier sagen sich wahrlich Fuchs und Hase gute Nacht. Noch näher ran an die tierischen Bewohner der Umgebung kommt man übrigens im Elk Refuge, das sich mit Snowmobiles und Hundeschlitten erreichen lässt. Hier verbringen Hunderte Hirsche und Elche sowie verschiedene Reharten den Winter. Auch fein: ein Ausflug in den nah gelegenen Yellowstone Park zu Geysiren, Büffeln und Kojoten.
Zum Après-Ski in Silverton geht es stilecht in die „Handelbars"
Viele Skiorte blicken auf eine spannende Vergangenheit als Gold- oder Silberminenstädtchen zurück – inklusive entsprechender Architektur und Mentalität der Bewohner. In so einem Fall sieht dann Après-Ski so aus: ab in die Westernkneipe, wo mit Cowboyhüten bekleidete Farmer der Umgebung zu den Songs der Country-Bands tanzen und einen im regional eingefärbten Dialekt zum Drink einladen. So etwas kann man nicht imitieren, so etwas kann man nur erleben.

Der besondere Tipp: Silverton, Colorado. Umgeben von hohen Bergen liegt die alte Minenstadt mitten im Zentrum des Bergbaugebiets Las Animas. Silverton erlebte seine Blütezeit um 1871, als Gold- und Silberfunde der Stadt zu Reichtum verhalfen. Noch heute herrscht dieses besondere Flair in der Kleinstadt, in der es noch jede Menge Saloons und Westernkneipen im alten Stil gibt. Das Gute: Selbst mit Kater muss man sich am darauffolgenden Tag kaum sorgen, mit anderen Skifahrern zusammenzustoßen. Denn so leer wie auf den Pisten von Silverstone ist es so gut wie nirgends. Gerade einmal 0,6 Skifahrer kommen an einem durchschnittlichen Skitag auf einen Skikilometer.

source focus