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Montag, 23. November 2009

Harry Potter Orlando Freizeitpark eröffnet 2010 in Florida

Freizeitpark eröffnet 2010 in Orlando Harry Potter wohnt bald in Florida

Eines der Highlights des Freizeitparks ist natürlich das Schloss Hogwarts
Auch für Muggels!
Der Harry-Potter-Freizeitpark in Orlando/Florida
Eines der Highlights des Freizeitparks ist natürlich das Schloss Hogwarts
Foto: 2009 Universal Orlando. All Rights Reserved

Harry Potter ist der bekannteste Zauberlehrling der Welt. Ab Frühjahr 2010 bekommt er sogar seinen eigenen Themenpark, „The Wizarding World of Harry Potter“ in Orlando/Florida. Wir nehmen Sie schon jetzt mit auf eine Reise ins zauberhafte Dörfchen Hogsmeade und verraten Ihnen, was Sie dort erwartet.


Harry-Potter-Fans werden in dem Freizeitpark viele Orte aus den Büchern von J. K. Rowling und den Verfilmungen wieder entdecken. So kann man zum Beispiel in der Dorfgaststätte „Die Drei Besen“ Butterbier und Kürbissaft trinken oder im Zauberutensilienladen „Dervish und Banges“ allerlei Magisches kaufen.

Besonders aufregend dürfte für echte Potter-Fans neben dem Besuch auf Schloss Hogwarts eine Fahrt mit der Achterbahn Dragon Challenge (dt: Drachen-Herausforderung) sein. Das rasante Fahrgeschäft vereint zwei Achterbahnen, die zwar unterschiedliche Streckenverläufe haben, sich an einigen Punkten jedoch bedrohlich nahe kommen. Nichts für Angsthasen!

Wer seinen Lieben zu Hause Grüße aus der magischen Welt schicken möchte, kann dies auf der Eulen-Post erledigen. Natürlich mit echten Harry-Potter-Briefmarken und einem Stempel aus Hogsmeade.

In der Fotogalerie zeigen wir Ihnen, wie die fantastische Welt des Harry Potter bald aussehen soll.

source: bild


Sonntag, 22. November 2009

HOLLYWOOD Der Boulevard der Träume





HOLLYWOOD

Der Boulevard der Träume

Kann eine Straße ein Versprechen sein? Ein Versprechen auf Glamour und Glück, auf Ruhm und Reichtum? Am Sunset Boulevard in Los Angeles glauben die Menschen jedenfalls ganz fest daran.

Marco Weber ist der Herr des Sunset Boulevard, zumindest, was den Ausblick betrifft. Der deutsche Präsident von "Senator Entertainment Inc." residiert mit seiner Firma im 16. Stock der Hausnummer 9000, des höchsten Gebäudes weit und breit, an einer Erhebung des Boulevards. Scheiben bis zum Boden, extra hohe Decken, früher war es ein Penthouse, dann ein Club, auf dessen Dach sich einst Doors-Sänger Jim Morrison filmen ließ, jetzt ist es das Büro mit dem wahrscheinlich sensationellsten Blick der Stadt.

Unten blitzen die endlosen Autokolonnen auf der Straße, die wie keine andere weltweit die Menschen zum Träumen bringt. Ein 23 Meilen langes Asphaltband, das sich vom sogenannten Downtown L.A. zum Pazifik schlängelt und dabei Hollywood, West- Hollywood und Beverly Hills durchquert. Sunset Boulevard, allein der Name klingt nach Triumph und Untergang, Glamour und Elend - und nach großer Inspiration. Billy Wilder drehte 1950 seinen Film "Boulevard der Dämmerung", Andrew Lloyd Webber machte Anfang der 1990er ein erfolgreiches Musical draus.

Weber blickt auf die berühmten Musikclubs, das "Roxy" und das "Rainbow", das "Whisky a Go Go" und den "Viper Room". Klein sehen sie aus, schäbig irgendwie, dahinter erhebt sich sanft ein grüner Hügel, kein Haus unter einer Million, vielleicht auch zehn, die Zahlen gedeihen gut unter der hellen Sonne. Auf der anderen Seite der Etage wabert L.A. bis zum Horizont.

Entspannt sitzt Weber hinter dem großen Schreibtisch in T-Shirt und Jeans. Er hat Filme mit Julia Roberts und Willem Dafoe produziert, Kim Basinger und Mickey Rourke haben für ihn gearbeitet. Er zeigt auf den Garten eines Bungalows, in dem einer der reichsten Männer der IT-Branche wohnen soll, der sich hinter hohen Hecken unbeobachtet fühlt. Da unten ist immer Frauenalarm, erzählt Weber, fast jeden Tag sonnen sich ein paarhübsche Models oben ohne im Garten. Weber lacht. Es ist ein schönes Büro. Er arbeitet hier, er geht auf dem Sunset aus: It's all about entertainment.

Wenn seine Kinder montags zur Schule gehen, diskutieren sie mit ihren Schulkameraden, welcher Film am Wochenende die meisten Karten verkauft hat. Ihre Eltern sind auch Produzenten, Schauspieler, Autoren, sie selbst wollen Produzenten, Schauspieler oder Autoren werden. Webers neunjährige Tochter ist gerade in einem Tanz- und Schauspiel-Camp. "Da ist für die so normal wie Fußball für Kids in Deutschland." Er nickt Richtung Traumhügel, da hinten irgendwo wohnt er mit seiner Frau und den vier Kindern, Deutschland ist weit weg, das Meer so nah. "Das ist der schönste Ort der Welt. Ich will nirgendwo anders leben." Man darf sich Marco Weber als einen glücklichen Menschen vorstellen.

Nachts ist die Straße vor seinem Büro nicht wiederzuerkennen. Dunkelheit und Leuchtreklamen lassen die schlichten Gebäude geheimnisvoller aussehen. Die erste Adresse ist der legendäre "Viper Room", in dem schon Oasis, die Red Hot Chili Peppers und Johnny Cash auftraten. Weltbekannt wurde der Laden, an dem auch mal Johnny Depp beteiligt war, als Schauspieler River Phoenix 1993 vor der Tür an einem Drogencocktail starb. Nach einer Viertelstunde drinnen fühlt man sich allein wegen der Mischung aus Guns N' Roses und Michael Jackson sterbenselend. Das Publikum erinnert an eine launige Osnabrücker Tanzrunde, da hilft nur ein Jägermeister, der kostet neun Dollar.

Auftritt der Gruppe Ultraviolet Sound, Sängerin Sarah Hudson zischelt über die Winzbühne wie Lady Gaga auf Speed, der Elektrobeat hämmert, das Licht flackert, die ersten Arme werden gen Decke geschmissen, eigentlich gar nicht schlecht hier, geht doch. Aber jetzt bloß nicht zu wild werden, warnen doch Plakate auf den Straßen: "Du kannst der letzten Nacht nicht entkommen. Syphilis ist in L.A. um 400 Prozent gestiegen." Diese Amis. Schnell ins "Roxy". Dichtgedrängt stehen hier die Massen, die Band The Glitch Mob prügelt dem Publikum vor flackernden Videoprojektionen Bässe und Beats um die sehr behaarten Köpfe, kaum jemand tanzt. Vielleicht wollten alle eigentlich ins "Whisky a Go Go", denn da lassen die Jungs einer schwedischen Rock-Combo ihre langen Haare fliegen, unter den Zuschauern sind etliche Axl- Rose-Doppelgänger, der hier auftrat, als seine Guns N' Roses noch nicht berühmt waren.

Der Sunset Boulevard ist Rockstraße durch und durch. Da gibt es Läden wie "Sugar Baby", extra für "Rocker Moms not Soccer Moms", unweit davon die "Mr. Musichead Rock Art Gallery", und natürlich: Tattoo-Studios. Nirgendwo sieht man mehr tätowierte Haut. Mit Ausnahme eventuell von Hochsicherheitstrakten oder Hardrock-Konzerten. Die Stadt, der wie keiner anderen nachgesagt wird, die Oberfläche zu zelebrieren, schöpft auch diese Möglichkeit radikal aus. Große Flächen müssen es sein, der Trend geht zum eingefärbten Arm. It's only rock 'n' roll but I like it. Doch so ein Arm ist schnell voll, was dann?

Die Frauen entdecken gerade die Möglichkeiten unter dem Arm bis zur Hüfte, sagt Graham Chaffee, Chef von "Purple Panther Tattoos", einem kleinen Studio in Hollywood. Er ist knapp über 40, hat graue, kurze Haare, trägt eine Nickelbrille, die Körpermalereien wachsen aus seinem kurzärmeligen Blumenhemd über die Arme, den Hals hoch, über die Brust. Rosen, Spinnweben, Farbstränge, alles fließt und greift ineinander - Graham identifiziert sich sehr mit seinem Geschäft. Gerade berät er Jennifer, die die ersten 27 Jahre ihres Lebens mit einer schwarzen Biene auf dem linken Unterarm ausgekommen ist, für hiesige Verhältnisse eine Überraschung. Sie ist etwas blass und nickt, als sie "ihr" Bild in einem Katalog entdeckt: ein alienhaft aussehendes Baby. Den kompletten rechten Unterarm will sie damit stechen lassen. "Ich habe gerade eine harte Zeit in meiner Beziehung", sagt sie. Man glaubt es sofort.

Fährt man von Grahams Laden weiter stadteinwärts, erreicht man bald Amoeba Music Hollywood, einen unabhängigen Musiktempel, der die großen Ketten überlebt hat und mehr als eine Million CDs und unzählige Raritäten anbietet: ein Mekka für Vinyl-Fans und eine Trutzburg gegen die mp3-Welt da draußen. Die Mitarbeiter am Counter sehen aus wie Roadies bei einem Festival, die Haare bunt, fast alle in Schwarz, natürlich. Weiter östlich folgt Silverlake, das Viertel für Schwule und Kreative, danach wird die Szenerie gesichtsloser und auch ein bisschen kaputter, noch flacher und einfacher die Gebäude, an jeder Ecke ein Schnapsladen, Beverly Hills wirkt hier wie ein fremder Planet. Streckenweise sieht es weiter östlich aus wie auf der Hauptstraße einer namenlosen Kleinstadt.

So spektakulär der Sunset Boulevard am Meer endet, so unspektakulär beginnt er: an der Ecke eine Schule, gegenüber ein Bürogebäude, ein bisschen weiter rauscht der Freeway, kein Mensch auf der Straße, nur Autos, Autos, Autos. Oasen sind die eindrucksvollen Hotels entlang dem Sunset. Sie sind mehr als nur Herbergen für Touristen, die Angelenos bereden ihre Geschäfte und den neuesten Klatsch in der Polo Lounge des edlen "Beverly Hills Hotel" oder im Garten des altehrwürdigen "Chateau Marmont", sie nehmen abends in der "SkyBar" des "Mondrian Hotel" einen Drink oder gehen im "Andaz" essen, die Jüngeren tanzen nachts im Club des "Standard". Im Kampf um Aufmerksamkeit zählt jeder Punkt. So munkelt man gern, dass John Belushi 1982 an einem Speedball, Koks plus Heroin, in einem der Bungalows des "Chateau Marmont " starb - traurig, ja, aber irgendwie auch cool. Hollywood eben.

Andere gehen exotischere Wege: Hinter der Scheibe in der Lobby des "Standard" geht plötzlich das Licht an, ein Körper liegt da auf Kissen, eine schöne junge Frau in sehr kurzen weißen Shorts und Shirt blickt in ihren Laptop, unwirklich nah, seltsam intim die Situation vor den Augen aller, sie beachtet niemanden, bis die Dunkelheit sie wieder verschluckt, eine Sequenz wie aus einem Traum. Dieses "Kunstobjekt " ist ein Markenzeichen des Hotels, jeden Nachmittag steigen junge Damen zur Schicht in die Glaskiste.

Wer keine Depression kriegen will, sollte übrigens den Poolbereich des "Standard" meiden. Vor allem an den Wochenenden strömen die schönen, jungen Coolen herbei zum Chillen bei süffigen Beats vom Live-DJ. Es gibt hier kein Fett, keine Problemzonen, schiefen Zähne oder unreine Haut. Es ist ein bisschen wie in einem Werbespot, so viele Sixpacks, knappe Bikinis und Highheels, schlanke Finger, die auf Blackberrys herumspielen, ein Körperfest der besonderen Art. Was immer die alle sonst treiben mögen: Gut aussehen können sie sehr gut, denkt man - und meldet sich im Geiste sofort wieder daheim im Gym an.

Abends geht man dann aber doch ins Restaurant "Le Petit Four" auf dem Sunset Plaza, mitten in dem Teil des Boulevards, der einst als verkommen galt und heute schick ist. Kleine Häuser, nette Restaurants, hier französisch, dort italienisch, Europa-Kulisse zum Dinner. Ein bisschen Verkehr wie auf der A3 am Freitagabend, zwei Meter vor dem Tisch, das stört niemanden. Geradezu leise rollen die endlosen Kolonnen über den Asphalt. Vielleicht benutzen sie hier einen besonders zarten Bodenbelag, vielleicht fahren alle einfach entspannter.

Das Auto ist in L. A. Überlebensmittel und privates Rückzugsgebiet in einem, Stunden steht jeder jeden Tag in endlosen Schlangen, das macht gelassen. Wer den Verkehr beobachtet, muss sich um die europäische Autoindustrie keine Sorgen machen. Porsche und BMW, Mercedes und Bentley, Land Rover und Ferrari, es ist eine Demonstration kontinentaler Ingenieurskunst und überflüssiger Motorenkraft, denn schnell fahren kann hier niemand, wo denn auch?

"In dieser Stadt wirst du nach deiner Kleidung, deinem Aussehen und deinem Auto beurteilt", hatte am Nachmittag Sam Telikyan gesagt, der vor mehr als 20 Jahren mit seiner Familie aus Armenien kam und aus einer Holzbaracke heraus glänzende Schlitten vermietet und amerikanisch philosophiert. Er hilft solventen Kunden, richtig beurteilt zu werden. Auf dem Hof stehen ein Rolls-Royce (2000 Dollar pro Tag), ein Bentley (1200 Dollar), mehrere Ferraris (1700 Dollar) und Lamborghinis (1800 Dollar), mit Chauffeur kann man einige Wagen auch für 300 Dollar pro Stunde mieten. Es seien Geschäftsleute und Urlauber, die abends standesgemäß am Club oder Restaurant ihrer Wahl vorfahren wollen. Ab und zu sei es auch ein echter Star, sagt Sam und grinst. Ein echter Star hier in seiner Holzbaracke, das ist wohl sein ganz persönlicher amerikanischer Traum.

Andernorts gehen die Stars ein und aus, ganz normal. Sie stöbern gerne im "Book Soup", dem wahrscheinlich berühmtesten Buchladen L.A.s auf dem Herzstück des Boulevards, dem Sunset Strip, jenen anderthalb Meilen zwischen Hollywood und Beverly Hills. Es ist angenehm kühl, die Stille ungewohnt. Schwarzes Holz, dicke Bildbände in allen Größen, Raritäten, wenig Taschenbücher, wer hier einkauft, muss nicht unbedingt sparen. Paris Hilton sei regelmäßig hier, rutscht es Manager Tyson Cornell irgendwann heraus, ja, sie lese sehr viel, an manchen Tagen komme sie manchmal nur vorbei, um die gerade beendete Lektüre zu diskutieren. Der Mann mit dem zotteligen Bart und den tätowierten Unterarmen schaut seinem Satz etwas verwundert hinterher und macht eine wegwischende Handbewegung. Eigentlich will er gar nichts über seine prominenten Kunden erzählen, normales Business, Hollywood eben.

Überall joggen sie am Sunset, direkt neben der Straße, manchmal auf dem Asphalt, in knappen Shirts, die Körper sind gestählt, definierte Muskelstränge überall, wohlproportioniert, schön anzuschauen. Der Körper ist für viele ihr Kapital. "Der Druck, gut auszusehen, ist in einer Entertainment-Stadt, wo viele mit ihrem Aussehen Geld verdienen wollen, größer als anderswo", sagt Schönheitschirurg Steven Svehlak von "Sunset Cosmetic Surgery".

Es ist sieben Uhr morgens, er und sein Kollege Daniel Yamini haben ihre blauen Operationssachen bereits an und nicht viel Zeit, um acht Uhr kommen die ersten Patienten, die letzten werden am Abend die Operationsräume verlassen, so geht das pausenlos, Tag für Tag, das Geschäft boomt. Im Büro hängen Diplome an den Wänden, wie kleine Quallen liegen in den Regalen Brustimplantate in allen Größen, aus Silikon und mit Salzlösungen. Touch and feel the difference, fordert ein Zettel auf, in diesem Zimmer entscheiden Frauen, ob sie aussehen wollen wie Pamela Anderson oder wie ein irdisches Wesen. Die Zeit der argen Übertreibungen sei vorbei, sagen die Chirurgen, heute wolle jeder nur seinem Alter entsprechend möglichst gut aussehen - ohne dass die anderen den Eingriff gleich bemerken.

Das Duo bietet fast alles an, von der Rundumerneuerung, insbesondere nach Schwangerschaften sehr beliebt, bis hin zum schnellen Faltenglätten in der Mittagspause - noch beliebter. Die Hälfte der Kunden kommt aus der Stadt, ein Drittel von außerhalb, der Rest sind Ausländer. Svehlak berichtet von einem Mann, dem er erklärt hatte, er könne ihn zehn Jahre jünger wirken lassen. Da habe der entsetzt geguckt, viel zu wenig sei das. Schon lag ein Foto auf dem Tisch, das der Patient mit Photoshop selbst bearbeitet hatte: So wolle er aussehen. Eine andere Person habe ihn von dem Bild angeschaut, sagt der Doktor entsetzt, das habe er abgelehnt. Eine Ausnahme.

Er zupft sich leicht am weichen Kinn, ja, da habe er selbst auch einmal was absaugen lassen, das typische Männerproblem, er lacht. Die Stirnfalten des Reporters wären auch kein Problem, obwohl, dann würde die Haut nach unten sacken, auf die Augen, nicht schön, aber da könnte er… Können Schönheits-OPs süchtig machen, Dr. Svehlak? Er hält für eine Sekunde inne. Er nickt, lächelt, ja, so etwas in die Richtung. Er muss los, die Realität wieder zurechtschneiden.

"Los Angeles is based on bullshitting", erklärt John J. Nazarian, von Beruf Privatdetektiv, und schüttet mehr Sirup auf seine Pfannkuchen. Große Sprüche und große Auftritte sind seine Spezialität. Er trägt an den Fingern Ringe, groß wie Kieselsteine, um den Hals eine Kette, mit der man kleine Elefanten festbinden könnte. Das T-Shirt spannt ein massiger, aber straffer Körper. Viel lieber zeigt sich Nazarian in Anzügen, das wirkt besser am Sunset Boulevard, dort ist sein Revier.

Er hat für Vin Diesel gearbeitet und kürzlich für Courtney Love, die von einer Kreditkartengesellschaft einiger Unregelmäßigkeiten beschuldigt wurde. Love nannte ihn öffentlich "einen der besten Privatdetektive der USA",jetzt hat Nazarian genug von ihr. Er geht nicht ins Detail, aber "Leute, die meinen Ratschlag wiederholt missachten, brauchen mich nicht". Er trägt Glatze zum schwarz gefärbten Bart und kann sehr böse gucken. Hinter seinem Haus ("zwei Millionen Dollar wert") liegt ein bisschen Gerümpel, in der Garage stehen ein Rolls- Royce, ein Bentley und eine neue Harley-Davidson. Auf einem Nummernschild steht "Love2spy".

Ungefragt erzählt er, wieviel zehn- oder hunderttausend Dollar dieses oder jenes Teil gekostet hat. Alles nicht wirklich diskret. Passt das zum Job? "Ein teures Auto steht für Erfolg", sagt er und faltet die massigen Hände, "wer keinen Erfolg hat, wird nicht gebucht, wer nicht mitmacht, ist draußen." Der Großteil seines Geschäfts sind Scheidungs- und Seitensprungfälle, er tritt in Talkshows auf und betreibt seine Website "desperateexes.com". Er nimmt 400 Dollar pro Stunde und 10.000 Dollar Vorschuss, Spesen extra. In seiner E-Mail-Adresse hat er sein wichtigstes Geschäftsprinzip verewigt: willspy4money@…

Gerade in Scheidungsfällen, so Nazarian, hätten oft die Frauen Angst, ihren Lebensstandard zu verlieren oder von den Ehemännern übervorteilt zu werden. An dieser Angst verdient er. Dafür macht er auch die Drecksarbeit, fährt nachts durch die Straßen von Beverly Hills, sucht in Mülltonnen nach Beweisen. "Eigentlich hasse ich den Job, aber er bringt viel Geld, das ist, was in L.A. zählt." Für einen Augenblick muss der Sprücheklopfer über sich selbst lachen, dann guckt er wieder grimmig.

Es sind Kunden von Martin Weiss, an deren Häusern Nazarian vorbeifährt. Kopfschüttelnd geht der Grauhaarige durch den Vorraum des Großraumbüros an der Grenze zu dem Bezirk, wo der Asphalt plötzlich so sanft und ruhig wird, dass man schon am Fahrgeräusch erkennt: Jetzt sind wir in Beverly Hills. Die 150 Arbeitsplätze sind verwaist, es ist Samstag. Die jungen Leute mit ihrer Fünf-Tage-Woche, denkt der 83-Jährige, so kann man doch keine Geschäfte machen.

Seit1954 verkauft er Immobilien. Sein letzter prominenter Kunde war Elton John, dem hat er ein Apartment in den "Sierra Towers" nahe Sunset Boulevard verkauft, sagt er und lächelt. Sein Geld verdient er aber meist mit Industriellen, Erben, Vertretern mächtiger Familien und Konzernen. Blick, Größe und Nachbarn sind dann die Kriterien, nie aber die Kaufsummen, zehn oder 18 Millionen, völlig egal - wer nach dem Preis fragt, kann es sich sowieso nicht leisten.

Es sind die Anwesen, die man in Beverly Hills auf dem Weg zum Meer hinter hohen Hecken oder Mauern nur erahnt und selten richtig sehen kann, prachtvolle Gebäude in jedem nur denkbaren Architekturstil, Häuser, die vom Erfolg künden und von einem fremden Lebensstil. "In diesen Häusern, so großartig sie sein mögen, können Sie sich nie richtig zu Hause fühlen, so viele Zimmer, so viele Bedienstete, wie in einem Hotel."

An einigen Straßenecken sitzen Verkäufer und wedeln mit den "Star Maps", Stadtkarten, in denen echte oder vermeintliche Adressen von Celebrities verzeichnet sind. Um zu prüfen, ob sie stimmen, müsste man sehr viel Geduld und Verbindungen haben, die kein Tourist und ganz bestimmt kein Straßenverkäufer hat. Aber Illusion und Glaube können zufrieden machen, gerade hier.

Leicht fliegt man mit dem Auto über die kurvenreiche Straße, immer näher schraubt sich das Gefährt zum Meer. Doch kurz bevor der Sunset Boulevard praktisch im Wasser endet, liegt an der linken Straßenseite der Meditationspark von Yogi Paramahansa Yogananda (1950 gegründet), mit dem Lake Shrine Temple über einem überraschend idyllischen See, inklusive der Windmühlen-Kapelle, strahlend weißer Schwäne und dem Gandhi Memorial, in dem sich Aschereste des großen Inders befinden sollen. Dunkelbraune Holzspäne auf den Wegen lassen die Schritte federn, auf den Bänken und Rasenflächen sitzen Menschen mit geschlossenen Augen, versunken in Andacht oder auch nur entspannt. Es ist, als atme hier der Sunset nach 23 Meilen einmal durch. Aber nur kurz. The show must go on.


source: merian


Freitag, 20. November 2009

Einsendeschluss! Greencard Programm 2009 - Pressemitteilung

Greencard Programm 2009 - Pressemitteilung



















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Sonntag, 15. November 2009

Wurstfest German Gemütlichkeit in Texas

German Gemütlichkeit in Texas

Es geht um die Wurst: Die Bewohner des texanischen New Braunfels feiern Anfang November das größte deutsche Volksfest Amerikas. Sie halten die Wurzeln ihrer deutschen Vorfahren hoch. Statt angezapft wird angebissen, auch der Große Opa ist eine US-Erfindung, und stellenweise nimmt die Deutschtümelei ein wenig überhand. Von Axel Gerdau

New Braunfels, Texas, Wurstfest

Wenn Enten zu Hühnern werden: der Chicken-Dance© Johannes Arlt

Die Blaskapelle spielt auf. Bärtige Männer in Lederhosen heben ihre Bierkrüge und junge Mädchen im Dirndl laufen zurück ins Festzelt, als die ersten Töne erklingen. "Ein Prosit der Gemütlichkeit", schallt es aus hundert Kehlen. Draußen dreht sich ein Riesenrad im Abendlicht und vom Karussell hallt Kinderlachen herüber. Der Duft von Bratwurst liegt in der Luft. Deutscher Frohsinn - mitten in Texas.

Das Städtchen New Braunfels, 30 Minuten nördlich der Millionenmetropole San Antonio gelegen, feiert das größte deutsche Volksfest der USA. Mehr als 120.000 Besucher werden in diesem Jahr zum "Wurstfest" kommen, angelockt von Volksmusik, Weißbier und, natürlich, Wurst. "Wir haben 1961 ganz klein angefangen mit einem Treffen der Dorfschlachter", sagt Bürgermeister und Wurstfest-Präsident Bruce Boyer stolz. Er wirbt: "Heute können Sie deutsche Lebenslust in Amerika nirgendwo besser feiern als hier."

Deutsche Wurzeln seit 1845

Ein wichtiger Ort in der deutsch-amerikanischen Geschichte ist New Braunfels auf jeden Fall. 1845 ließen sich hier die ersten deutschen Siedler im fast noch menschenleeren Texas nieder. Ihre Überfahrt und Unterbringung wurde von einem Mainzer Adelsverein organisiert, der in Zeitungen mit einem Neuanfang in der Neuen Welt warb - und damit gutes Geld verdiente. Allein in den ersten fünf Jahren zogen 4000 Deutsche in das Dorf, das über die Jahre hinweg zu einer Stadt mit 50.000 Einwohnern gewachsen ist.

Bis zum Ersten Weltkrieg wurde dort in den Schulen, Kirchen und im Rathaus fast ausschließlich Deutsch gesprochen, ähnlich wie in den umliegenden Kommunen, die gemeinsam auch als "German Belt" bekannt sind. Doch lange wird das Texas-Deutsch, ein Mischdialekt der im Verlauf von 150 Jahren entstanden ist, wohl nicht mehr überleben, sagt Sprachwissenschaftler Hans Boas von der Universität von Texas: "Die letzte deutschsprachige Zeitung erschien 1954 und Schulkinder lernen heute hauptsächlich Spanisch. Das ist praktischer an der Grenze zu Mexiko."

Geld aus Germany

Pragmatisch ist auch das Ziel vom "Wurstfest", das im kommenden Jahr sein 50. Jubiläum feiert. Natürlich wollen die Veranstalter an die deutschen Wurzeln ihrer Heimatstadt erinnern und dabei viel Spaß haben. Aber gleichzeitig denken Sie an die lokale Wirtschaft. Mehr als 10 Millionen Dollar sollen Besucher aus dem ganzen Land 2009 für Geschenkartikel, Hotelzimmer sowie Speis und Trank ausgeben. Geld, das gerade während der amerikanischen Wirtschaftskrise dringend gebraucht wird. Egal wie Deutsch Texas in Zukunft sein wird, gilt daher in New Braunfels wohl auch weiterhin: "The best times are the 'Wurst' times."


source: stern

New Yorks teuerste Wohnung

New Yorks teuerste Wohnung

Luxus-Schnäppchen für 39 Millionen Dollar



Manhattans Immobilienmarkt leidet unter der Kreditkrise, selbst für Luxusapartments sind die Preise eingebrochen. Die 1000 Quadratmeter der "State Suite", New Yorks teuerster Wohnung, gibt es schon für 39 Millionen Dollar - SPIEGEL ONLINE hat sie besichtigt.

Elizabeth Lorenzo ist schon lange im Geschäft. Ihre Spezialität sind Luxusimmobilien: Nobel-Apartments, Town- und Penthouses, private Hotelsuiten. Superlative benutzt sie am Fließband - so auch jetzt: "In all meinen Jahren habe ich noch nie so etwas Einzigartiges gesehen", trällert sie aufgeregt. "Dies ist die phantastischste Immobilie in der ganzen Stadt!"

Lorenzo - zierlich, straff, manikürt - steht in einem riesigen, leeren Saal. Durch die massiven Fenster fällt Sonnenlicht aufs Eichenparkett, spiegelt sich in Marmorsäulen und blütenweißen Wänden. Der Blick geht hinaus auf den Central Park, das Herbstlaub glüht, eine Touristenkutsche zuckelt vorbei. "New York", seufzt Lorenzo. "Wie es funkelt."

Es funkelt vor allem an dieser noblen Adresse: 1 Central Park South. Eine Adresse, die jeder New Yorker kennt: Hier liegt das legendäre Plaza, das einstige Grand Hotel, das heute größtenteils aus Luxusapartments besteht.

Und eben hier befindet sich auch die zurzeit teuerste Eigentumswohnung New Yorks - sie kostet 39 Millionen Dollar. Wobei die Bezeichnung Wohnung untertrieben ist. "Ein prachtvolles Stadtanwesen", verheißt das offizielle Listing. "Perfekt für großartiges, kultiviertes Wohnen."

Derlei Wortblasen wirken heutzutage entweder pervers oder verzweifelt. Die Kreditkrise machte auch New Yorks Luxusimmobilienmarkt kaputt, und selbst die jüngste Erholung der Wall Street kommt hier nur schleppend an. Die Preise für Luxuswohnungen (sprich: teurer als eine Million Dollar) fielen im dritten Quartal zwar nicht mehr ganz so schnell, sie lagen aber immer noch um drei Prozent unter denen von 2008.

"Ich glaube, das Schlimmste ist vorbei"

1 Central Park South ist ein Musterbeispiel dafür, wie schlecht es um das verwöhnte Marktsegment steht - zumindest relativ. Obwohl als "Trophäe" annonciert, stand die Mega-Immobilie erst zum Verkauf, dann wieder nicht, jetzt wieder doch. Derweil schmolz ihr Preis von 45 auf 39 Millionen Dollar. Früher kannten die Immobilienpreise in New York nur eine Richtung - nach oben.

Zugleich zeigt der Fall aber auch, dass eine "schlechte Marktsituation" am Central Park South eine etwas andere Bedeutung hat als etwa in East Harlem.

"Ich glaube, dass das Schlimmste vorbei ist", gurrt Lorenzo, einer der Verkaufsstars der Immobilienagentur Stribling. "Ich kann es spüren." Sie reicht dem Besucher eine goldgravierte Visitenkarte und führt ihn langsam durch ihr Vorzeigeobjekt, ein besenreines Prunkzimmer nach dem anderen. Ihre Stöckelschuhe hallen über den Boden. "Diese Räume haben eine gewisse Romantik."

Auf jeden Fall haben sie Historie. 1907 eröffnet, war das neobarocke Plaza am Central Park fast ein Jahrhundert lang ein Knotenpunkt von Glamour und Großmannssucht. Marlene Dietrich, Marilyn Monroe, Cary Grant, Audrey Hepburn, Truman Capote, Liz Taylor, Jackie Onassis, die Beatles: Alle tummelten sich hier.

Foyer, Salon, Speisezimmer - insgesamt fast 1000 Quadratmeter

Ende 2004 kaufte die Immobiliengesellschaft Elad das Plaza, renovierte es, eröffnete es als kleines Boutiquehotel neu und wandelte den Rest in Luxuswohnungen um. Die größte, teuerste davon, Katalognummer CD05-0246, steht aber immer noch leer, und Elizabeth Lorenzo muss weiter auf ihre Provision warten.

Die Zimmerflucht, genannt "State Suite", liegt im zweiten Obergeschoss - dort, wo sich einst die feinsten Plaza-Räume befanden, die "State Rooms": Ballsäle, Hochzeitssuiten, Partytrakte. Sie erstreckt sich über die gesamte Nordachse des Hauses am Central Park entlang sowie über die Vorderfront zur Grand Army Plaza.

Es dauert eine Dreiviertelstunde, bis Lorenzo die fast 1000 Quadratmeter abgeschritten hat: Foyer, Salon, Speisezimmer, Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Bibliothek, eine 17 Meter lange "Kunstgalerie" ("ideal für Skulpturen"), fünf Schlafzimmer, Ankleidezimmer, sieben Bäder ("für sie, für ihn, für Gäste"), zwei Küchen.

Die Messingarmaturen sind Reproduktionen der alten Plaza-Beschläge, mit dem berühmten Doppel-"P". Die Küchen - eine für Dienstboten, eine für Herrschaften - haben Viking-Öfen mit je sechs Gasbrennern. Die schwarzen Marmortheken sind absichtlich matt gehalten - "wie man das 1907 so hatte".

Der monatliche Unterhalt summiert sich auf mehr als 11.000 Dollar

Die Klimaanlage wird von einem speziellen Luftbefeuchtungssystem ergänzt, damit weder Pflanzen noch Kunst noch Haut leiden. Die Decken sind vier Meter hoch, selbst im Dienstbotenzimmer. Für den, der Diskretion sucht, gibt es neben dem Haupteingang noch zwei versteckte Nebenpforten.

Schließlich öffnet Lorenzo eine kleine Seitentür. Dahinter: eine komplette Wäscherei, mit zwei Waschmaschinen und zwei Trocknern. "Die Dienstmädchen werden jede Menge Arbeit haben", sagt Lorenzo. "All die schönen Linnen und Laken wollen schließlich gebügelt werden."

Monatlicher Unterhalt für das schönere Wohnen: 11.449 Dollar. Das war es aber nicht, was den ersten Beinahe-Käufer im letzten Moment wieder abgeschreckt hat. Es ist ein Thema, über das Lorenzo nur ungern spricht. "Der Interessent", sagt sie mit glasigem Blick, "konnte die Transaktion nicht abschließen."

Dieser Interessent war Luigi Zunino, der Chef der Mailänder Immobilienfirma Risanamento. Der hatte schon einen Kaufvertrag für die "State Suite" unterschrieben, für 45 Millionen Dollar, konnte die Summe dann aber nicht aufbringen. Das "Wall Street Journal" will erfahren haben, dass er die Wohnung für 100 Millionen Dollar schnell wieder habe abstoßen wollen, um die Differenz einzusacken. Was natürlich ein weiteres Problem war, da er sie dazu ja erst mal hätte besitzen müssen.

Vavilov verklagte Elad, Elad verklagte Vavilov

Also ist die Immobilie seit sieben Wochen wieder auf dem Markt - für sechs Millionen Dollar weniger. "Der Preis", sagt Lorenzo lakonisch, "reflektiert den Markt." Gibt es schon neue Interessenten? "Wir hatten eine sehr nette Resonanz. Wir sind optimistisch."

Wobei die jüngste Geschichte der Plaza-Renovierung eher abschreckend wirken dürfte. Auch dazu sagt Lorenzo nur Kryptisches: "Die Gerichtsverfahren sind beigelegt."

Zum Beispiel das Verfahren, das Andrey Vavilov gegen Elad angestrengt hatte. Der russische Oligarch hatte zwei Penthäuser auf dem Dach des Plaza blind gekauft, für damals 53,5 Millionen Dollar. Als seine Gattin die Liegenschaften jedoch erstmals in Augenschein nahm, war sie außer sich: "Scheußlich", so hieß es in Vavilovs Klage - zu klein, zu niedrig, zu verbaut, zu hässlich, eine Mogelpackung.

Vavilov verklagte Elad, Elad verklagte Vavilov seinerseits wegen Verleumdung. Im Januar wurde der Streit beigelegt: Vavilov behielt eines der Penthäuser zum "Discountpreis" von elf Millionen Dollar, warf es aber sofort wieder auf den Markt. Erst im September wurde er es endlich los, für gerade mal 8,4 Millionen Dollar.

Mittlerweile werden Wohnungen sogar vermietet

Es waren lästige Schlagzeilen für das "neue" Plaza. Hatte es doch mit einer lange Liste von VIPs geprahlt, die sich hier sofort eingekauft hatten: Modezar Tommy Hilfiger, Galerist Guy Wildenstein, Wall-Street-Legende James Cayne, Investment-Queen Suze Orman.

Aber auch andere Besitzer klagten. Im Januar schockte "Vanity Fair" die Immobilienszene mit einem Horrorartikel über die umstrittene Plaza-Konvertierung: "Bittere Vorwürfe und Prozesse machen die Phantasiewelt zu einem Alptraum."

Der Bericht enthielt eine Litanei aus Vorwürfen meist anonym zitierter Käufer: "Versperrter Ausblick, krumme Fußböden, elend langsame Aufzüge und häufige Unterbrechung der Wasserzufuhr." Rund 30 der 181 Apartments kamen demnach schnell wieder auf den Markt, darunter auch die Hilfigers und Wildensteins.

"Wir haben alles wieder verkauft", versichert Lorenzo. "Bis auf das hier." Die ganze Wahrheit ist das wohl nicht: Auf ihrer Stribling-Website bietet sie derzeit neben der "State Suite" neun weitere Plaza-Apartments an, von 1,5 Millionen bis 7,9 Millionen Dollar.

Auch das ein schlechtes Zeichen: Zwei Plaza-Wohnungen gibt es inzwischen sogar zu mieten. 65 und 111 Quadratmeter, Monatsmiete: 6500 und 12.000 Dollar.


source: spiegel


Erstmals seit 20 Jahren nonstop auf die Bahamas

Erstmals seit 20 Jahren nonstop auf die Bahamas

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Travel-Ticker, Reise, Nachrichten, News © Patrick Prather/Reuters

Freitag, den 13. November 2009

Erstmals seit 20 Jahren nonstop auf die Bahamas - Kelsterbach, Deutschland: Mit Beginn des Winterflugplans startet Condor am 13. November eine wöchentliche Flugverbindung von Deutschland auf die Bahamas. Damit bietet die Fluggesellschaft nach rund 20 Jahren erstmals wieder eine ganzjährige Direktverbindung in das Urlaubsparadies im Atlantik. Die Bahamas sind den deutschen Urlaubern schon lange als Traumziel wohl bekannt. In den letzten Jahren rückte die Inselgruppe südlich von Florida ins Rampenlicht. Dazu beigetragen haben spektakuläre Filme wie "Fluch der Karibik" und "James Bond", aber auch die Wahl zur Miss Universe in diesem Sommer. Condor fliegt ab Frankfurt immer freitags mit einer Boeing 767 mit runderneuerten Kabineninneren sowie der neu eingeführten Premium Economy und der Comfort Class.


source: stern

Ganz Asien liebt Obama


US-Präsident Barack Obama auf Tour

Ganz Asien liebt Obama


US-Präsident Barack Obama im ungewohnten Dress mit Führern der Asiatisch-Pazifischen

US-Präsident Barack Obama auf großer Asientour. Gefeiert, verehrt, geliebt wie ein Popstar. Wie überall auf der Welt.

Doch heute ist Schluss mit Show. Dann trifft Obama auf Hu Jintao, seinen chinesischen Amtskollegen. Die beiden laut Forbes-Liste zurzeit mächtigsten Männer der Welt, die Spitzen der wohl wichtigsten Volkswirtschaften der Erde beim Dinner in Peking.


Mit seinem Staatsbesuch macht Obama offiziell, was sich schon bei den letzten G-20-Gipfeln anbahnte: Die USA und China nehmen das Schicksal der Erde allein in die Hand, treffen Vorentscheidungen für die großen Themen gemeinsam: Klima, Sicherheit, Ressourcen, Finanzen. Asienspezialist Professor David Shambaugh vor Journalisten in Peking: „Amerika und China sind zwar nicht die G-2. Sie wollen es auch nicht sein. Aber beide streben eine globale Partnerschaft an.“

USA und China in einem Boot – übernimmt jetzt „Chi-merika“ die Weltmacht?

Obama, kurz nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr: „Die Beziehungen zwischen unseren beiden Staaten werden das 21. Jahrhundert prägen, sie sind so wichtig wie keine zweite bilaterale Beziehung.“

BILD erklärt, warum sich China und die USA gegenseitig brauchen und wie die Welt von „Chimerika“ abhängt:

• Rund zwei Drittel der chinesischen Währungsreserven (mehr als zwei Billionen!) sind in Dollar angelegt, davon allein 800 Milliarden in Staatsanleihen. Gleichzeitig hält Peking den Wechselkurs der eigenen Währung Yuan durch die Anbindung an den Dollar künstlich niedrig. Heißt: China ist als größter Gläubiger der USA abhängig von der amerikanischen Konjunktur, hat die US-Wirtschaft aber gleichzeitig in der Hand und setzt sie durch Subventionen des eigenen Exports mächtig unter Druck. Ein deutscher Finanzexperte in Peking zu BILD: „Beide sind voneinander abhängig wie siamesische Zwillinge.“

• China bleibt Motor der Weltwirtschaft. Trotz Krise schreibt das Reich der Mitte aufgrund eines riesigen Konjunkturprogramms (460 Mrd Euro) Wachstumszahlen fast wie zuvor (2009 voraussichtlich plus 8,7 Prozent).

• Ohne China und Amerika ist die Erderwärmung kaum zu stoppen. Die USA und die Volksrepublik pusten zusammen 40 Prozent der weltweiten Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid in die Luft. Heißt: Wenn die USA und China sich nicht einigen, scheitert der Klimagipfel von Kopenhagen.

• 1,3 Milliarden Chinesen bleiben für die schwächelnde US-Wirtschaft ein wichtiger Absatzmarkt. Schafft es China, den privaten Konsum im Inland anzukurbeln (macht momentan nur 35 Prozent des chinesischen BIP aus), profitiert die US-Industrie genauso wie die Weltwirtschaft.

• China droht Amerikas militärische Vormacht in Asien zu verdrängen. Jedes Jahr steigt der Militäretat von Peking um 15 Prozent. Die amerikanische Armee ist zwar die kostenintensivste der Welt, aber der chinesischen rein zahlenmäßig unterlegen.

So viele Superlative. Da wird Europa ganz klein. Müssen wir Angst haben, auf dem Rücksitz der Weltpolitik zu versauern? NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), ab Montag zeitgleich mit Obama auf Delegationsreise in Peking, zu BILD: „Nein. Präsident Obama will mit seinem Besuch in Peking die amerikanisch-chinesischen Beziehungen verbessern, das richtet sich aber nicht gegen Europa. Die neue Weltordnung wird viele Pole haben. Europa gehört dazu. Eine Teilung der Welt in China und USA auf der einen und den Rest der Welt auf der anderen Seite wird es nicht geben.“

Übrigens: Obama hat auch ganz persönlich Gründe, die Bande nach Asien und besonders nach China enger zu knüpfen. Der US-Präsident kennt die Region, verbrachte einen Teil seiner Kindheit im indonesischen Jakarta, ein Teil seiner Familie ist dort geboren. Und: Sein Halbbruder Mark Okoth Obama Ndesandjo lebt seit Jahren in der chinesischen Boomstadt Shenzhen.

source : bild

Freitag, 6. November 2009

Kreuzfahrt: Günstiger reisen in "Storno-Kabinen"




Kreuzfahrt: Günstiger reisen in "Storno-Kabinen"

So kommen Kreuzfahrt-Fans billiger aufs Schiff: Wer weiß, wo er suchen muss, der kann bei der Buchung seiner Seereise viel Geld sparen.

München - Mit dem Begriff "Storno-Kabine" bezeichnen Reedereien und Kreuzfahrtveranstalter Kabinen, die von Einzelpersonen oder einzelnen Reiseteilnehmern aus unterschiedlichen Gründen, meist wegen Erkrankung oder Unfall, storniert werden mussten. Auch kommt es vor, dass ganze Gruppen von der geplanten Reise zurücktreten und so Kabinen wieder auf den Markt kommen. "Diese Kabinen werden zu sehr günstigen Konditionen angeboten", heißt es dazu auf der Internetseite www.kreuzfahrten-verzeichnis.de, "weil die Umschreibung auf einen anderen Namen günstiger ist, als die komplette Kabinenrückgabe."

Auf solche Offerten spezialisiert ist die Internetseite www.storno-kabinen.de. "Unsere Seiten werden täglich aktualisiert", erklärt Günter Klose, Geschäftsführer des Reisebüros Atlantis Kreuzfahrten, das die Online-Schnäppchenbörse betreibt. Dort finden sich stornierte Plätze ebenso wie Last-Minute-Touren sowie aus anderen Gründen besonders ermäßigte Kreuzfahrten - denn die Reedereien sprechen offiziell lieber von "Storno-Kabinen" statt von Restplätzen. Schon allein, um die Kundschaft, die zum regulären Preis gebucht hat, nicht zu verärgern.

Südsee-Kreuzfahrt zum halben Preis

Der Gast kann aus den Angeboten nahezu aller namhaften Reedereien wählen. Tatsächlich kann er manches Schnäppchen machen, wenn er zum richtigen Zeitpunkt durchs Angebot surft. Zum Beispiel kostet eine achttägige Kanaren-Kreuzfahrt im Dezember mit der "MSC Fantasia" (Baujahr 2008) von Genua über Barcelona, Gib-raltar, Madeira, Lanzarote, Teneriffa und Malaga in der Innnenkabine nur noch 399 statt ursprünglich 1579 Euro (Stornopool.de). Eine viertägige Schnuppertour mit der Costa Luminosa ist für 519 statt 799 Euro zu haben. Und wer im Februar zu einer 27tägigen Südsee-Kreuzfahrt aufbrechen möchte, kann die im Moment für 6558 Euro buchen – statt 15795 Euro, die die Reise ursprünglich kosten sollte (kreuzfahrten-verzeichnis.de).

Trotz Sonderpreis keine Einschränkungen beim Service

Ersparnisse von 30 bis 50 Prozent gegenüber dem regulären Preis sind bei diesen Offerten keine Seltenheit. "In Einzelfällen sind sogar schon mal 70 Prozent drin", weiß Günter Klose. Solche Ersparnisse gelten jedoch nicht nur bei Buchung von stornierten Kabinen, sondern auch für "normale" Restplätze und Last-Minute-Offerten, wie sie auf zahlreichen Websites angeboten werden – unter anderem auf www.kreuzfahrten-zentrale.de, www.kreuzfahrten-spezialisten.de, www.kreuzfahrten-verzeichnis.de und www.kreuzfahrtenpool.de. Eingeschränkte Leistungen muss übrigens niemand befürchten: Wer seine Kreuzfahrt zum Sonderpreis bucht, der genießt an Bord den gleichen Service, den er mit dem ursprünglichen, regulären Preis bekommen hätte.
source: AZ

Montag, 2. November 2009

San Francisco Seelöwen besetzen Fisherman's Wharf

Derzeit hat San Francisco eine Attraktion der besonderen Art zu bieten: Über 1000 Seelöwen belagern Fisherman´s Wharf und benehmen sich nicht gerade fein.
San Francisco
visitcalifornia.de
Seelöwen waren immer schon eine Attraktion am Pier 39, nur nicht so viele
Das Gebrüll ist schon von Weitem zu hören. Wer dann noch dem Gestank alter Fischreste folgt, stößt schnell auf die riesige Horde von Seelöwen auf den Bootsstegen vor Pier 39, einem beliebten Ausflugsziel in San Franciscos Fisherman´s Wharf.

Eine regelrechte Invasion der Meeressäuger lockt seit wenigen Wochen täglich Tausende Touristen an das Hafenbecken. Statt der gewöhnlich wenigen Hundert Seelöwen, die sich zur Freude der Schaulustigen in der Sonne aalen, sind es jetzt mehr als 1500 Tiere, die sich Flosse an Flosse auf den schwankenden Holzstegen drängen. „Wir haben schnell sechs neue Docks aufgestellt, weil es einfach zu eng wurde“, erzählt Sheila Chandor, langjährige Hafenmanagerin von Pier 39.

Die Geschäftsleute und Betreiber des Ausflugs-Piers freuen sich über die kostenlose Attraktion. Chandor sagt, die lautstarke, gesellige Meute sei eine „Ausnahmeerscheinung“, die sich keiner richtig erklären könne. „Die denken vielleicht auch, dass San Francisco so schön ist“, meint der Bayreuther Bernd Kampede schmunzelnd. Mit Tochter Julia und Hunderten anderen Touristen staunt er über die Show, die sich nur wenige Meter entfernt abspielt. „Ich wusste schon, dass es hier Seelöwen gibt, aber so eine Masse hätte ich nicht erwartet“, meint der 62-Jährige.

Rülpsen, stinken, streiten


Die Invasion der massigen Tiere gibt auch den Meeresbiologen Rätsel auf. „Wir wissen nicht, warum es so viele sind“, gesteht Jim Oswald vom Marine Mammal Center, einer Klinik für Meeressäuger in Sausalito. Vielleicht folgten die hungrigen Tiere einem Fischschwarm, vielleicht sind es Umweltfaktoren, die niemand kennt. Auf alle Fälle ist es bequem. Die schwimmenden Docks sinken und steigen mit Ebbe und Flut, die Sonnenanbeter können sich stundenlang im Trockenen aalen. Das entdeckten die ersten Seelöwen schon vor 20 Jahren, als erst einige Dutzend, dann mehrere Hundert das Ausflugsziel in Beschlag nahmen.
Hollywood könnte es nicht witziger inszenieren. Die bis zu 400 Kilogramm schweren Männchen und ihre schlankeren, aber nicht gerade zartbesaiteten Begleiterinnen ziehen eine wahre Schau ab: Sie rülpsen und übergeben sich, kämpfen brüllend um die besten Plätze, stoßen Artgenossen brutal ins Wasser und wälzen sich übereinander hinweg. „Das habe ich mir heute schon dreimal angeschaut“, sagt die Engländerin Georgina Barry. Dabei rümpft die Urlauberin leicht die Nase. „Die Anwohner tun mir ein bisschen leid, der Gestank ist auf Dauer unerträglich.“

Seelöwen einfach wegspritzen


Die Touristenattraktion ist für andere eine echte Plage. Immer mehr Schwimmer in der Bucht von San Francisco klagen über aggressive Seelöwen, die ihnen nachstellten. Für Fischer sind sie Konkurrenten oder gar Diebe, die Fische aus den Netzen stehlen. Mit ihrem massigen Körper drücken sie Stege ein und rammen Löcher in die Boote. Fischer auf einem Nachbarsteg von Pier 39 versuchen die aufdringlichen Besucher mit Netzen abzuhalten. Doch härteres Durchgreifen ist nicht erlaubt. Kalifornische Seelöwen genießen Artenschutz und dürfen laut Gesetz nicht gewaltsam vertrieben werden.

Die Betreiber von Pier 39 haben eigens einen Wachmann angeheuert, der die Seelöwen in Schach halten soll. Er patrouilliert auf den verbliebenen Bootsstegen, die die Meeressäuger als ganze Horde noch nicht gekapert haben. Mit einem Wasserschlauch lassen sich einzelne „Stegbesetzer“ schnell vertreiben. „Kaum zu glauben, aber sie mögen wirklich kein Wasser, das aus einem Schlauch kommt“, erklärt Hafenmeisterin Sheila Chandor. „Ohne dass man sie sehr belästigen muss, rollen sie einfach vom Steg.“

source: focus

USA heben Einreiseverbot für HIV-Infizierte auf

USA heben Einreiseverbot für HIV-Infizierte auf

Nach mehr als zwei Jahrzehnten dürfen Ausländer mit dem HIV oder Aids wieder in die USA einreisen. Das seit 1987 geltende Einreiseverbot für HIV-Infizierte wird zum Jahreswechsel aufgehoben, kündigte US-Präsident Barack Obama an. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte diese Entscheidung und forderte andere Länder auf, es den USA schnell gleich zu tun.

Bislang war die USA einer von rund einem Dutzend Staaten, die Menschen mit HIV die Einreise verwehrten. Die Aufhebung des Einreiseverbots sei ein Beitrag, um das mit der Immunschwächekrankheit verbundene Stigma zu überwinden, so Obama.

Die Einreisebeschränkung war formell schon 2008 mit der Unterzeichnung eines Gesetzes durch George W. Bush aufgehoben worden. Bis fehlte jedoch die Veröffentlichung einer abschließenden Regelung. Obama kündigte an, der notwendige Erlass werde am Montag veröffentlicht.

Länder wie Südkorea, China und die Ukraine lassen auch weiterhin HIV-Infizierte nicht einreisen.

Donnerstag, 10. September 2009

USA Einreisegebühr von zehn Dollar

USA

Senat stimmt für Einreisegebühr von zehn Dollar

Der US-Senat hat Plänen zugestimmt, ausländischen Besuchern bei einer visafreien Einreise künftig zehn Dollar Gebühr abzuverlangen. Mit den Einnahmen soll der schwächelnde Tourismus angekurbelt werden.

Washington - Mit überwältigender Mehrheit hat der US-Senat für eine Einreisegebühr von zehn Dollar für ausländische Besucher gestimmt. Die parteiübergreifende Vorlage wurde am Mittwoch mit 79 gegen 19 Stimmen angenommen. Mit dem Einreisegeld soll eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Tourismus mitfinanziert werden. Bevor das Gesetz in Kraft treten kann, muss das Repräsentantenhaus noch zustimmen. Das Vorhaben ist bei der Europäischen Union auf scharfe Kritik gestoßen.

Der Entwurf sieht die Einführung einer Eintrittsgebühr für Reisende vor, die für Kurzaufenthalte in den Vereinigten Staaten kein Visum benötigen. Dies gilt unter anderem für die meisten Europäer. Seit Januar müssen sich Bürger aus betroffenen Ländern spätestens 72 Stunden vor ihrer Abreise in die USA über ein Online-Portal bei den US-Behörden registrieren. Über dieses Portal soll nach den im US-Kongress diskutierten Plänen auch die Eintrittsgebühr von zehn Dollar (6,90 Euro) erhoben werden.

Konservative Kritiker im Kongress bemängeln, dass die Regierung damit Arbeit übernähme, die Aufgabe des Privatsektors wäre. Die Tourismusbranche und Abgeordnete aus stark von der Rezession betroffenen Staaten unterstützen die Vorlage hingegen.

"Ein Schritt zurück"

Die EU-Kommission will die mögliche Gebühr für USA-Reisende genau prüfen. Die Einführung der Gebühr könnte "einen Schritt zurück" im Bemühen um mehr Mobilität zwischen den USA und Europa darstellen, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag in Brüssel.

Hintergrund der Neuregelung ist ein spürbarer Rückgang des USA-Tourismus wegen der Weltfinanzkrise. Die Finanzplaner im US-Kongress wollen mit der Ankurbelung des Tourismus bereits im ersten Jahr 40.000 neue Arbeitsplätze schaffen und das US-Haushaltsdefizit um 400 Millionen Dollar verringern.

Im vergangenen Jahr wurden im Tourismus-Sektor rund 200.000 Stellen gestrichen. Die Statistiken aus der Tourismusindustrie zeigen, dass ausländische Gäste im Durchschnitt rund 4000 Dollar ausgeben, wenn sie in die USA kommen. Im vergangenen Jahr reisten rund 58 Millionen Besucher aus dem Ausland in die USA.

sto/AP/AFP


source: spiegel


Dienstag, 8. September 2009

USA: EU kritisiert geplante Einreisegebühr


USA

EU kritisiert geplante Einreisegebühr

Für Aufregung sorgt in Brüssel der Plan des US-Kongresses, eine Art Kopfsteuer von zehn Dollar für USA-Besucher einzuführen.

Die Einführung einer solchen Gebühr wäre „ein Schritt zurück in unseren gemeinsamen Bemühungen, die transatlantische Mobilität zu erleichtern“, sagte ein Sprecher von EU-Justizkommissar Jacques Barrot in Brüssel.

Die Regelung soll nur für Länder gelten, die eine sogenannte Visa-Waiver-Vereinbarung mit den USA haben – deren Bürger also bei Aufenthalten von weniger als 90 Tagen ohne Visum und Kosten in die USA einreisen können. Bürger aus Staaten, die für die Einreise in die USA ein Visum beantragen müssen, bezahlen ohnehin bereits Gebühren. Insgesamt 29 europäische Länder haben mit den Vereinigten Staaten eine solche Vereinbarung, müssen aber seit diesem Jahr nach dem ESTA-Verfahren (Electronic System for Travel Authorization) ihre Reise online anmelden. Über dieses Portal soll nun laut Medienberichten die Gebühr abgerechnet werden. Mit dem Geld will der Kongress demnach ein Werbeprogramm zur Ankurbelung des USA-Tourismus finanzieren.

Falls die Vereinigten Staaten das Vorhaben umsetzen, würde die EU-Kommission nach den Worten des Sprechers unter anderem prüfen, ob ein solches Vorgehen nicht einer Art Wiedereinführung der Visumspflicht gleichkomme. Laut Medienberichten forderte der Chef der EU-Delegation in Washington, John Bruton, sogar, dann von allen US-Besuchern in Europa ebenfalls eine Einreisegebühr zu verlangen.

Ursprünglich war zu Beginn des Jahres die Online-Registrierung ESTA für USA-Besucher mit dem Argument eingeführt worden, dass damit der Schutz gegen den Terror verbessert werde. Die USA wollten mit dem System schon im Vorfeld ungeliebte Gäste aussortieren. „Eine Gebühr würde wahrscheinlich die Bereitschaft verringern, sich schon frühzeitig bei ESTA anzumelden, und damit das eigentliche Ziel des Systems untergraben, nämlich eine verbesserte Sicherheit“, erklärte der Kommissionssprecher.

source: focus

Sonntag, 23. August 2009

Obama: Ihren Sommerurlaub wird die „First Family“ auf der noblen Insel „Martha’s Vineyard“



Urlaubsmisere

Hurrikan "Bill" nimmt Kurs auf Ferienhaus der Obamas

Doppeltes Pech für den US-Präsidenten: Eine Woche lang wollte sich Barack Obama auf der Promi-Insel Martha's Vineyard von den Strapazen des Regierens erholen. Doch schon hagelt es Kritik. Familie Obama gönne sich zur Unzeit eine Auszeit, hieß es. Und jetzt ist auch noch Hurrikan "Bill" im Anmarsch.

Washington - Hurrikan "Bill" wirbelt über den Westatlantik und hat den Bermudas hohe Wellen, heftige Regenfälle und Überschwemmungen beschert. Für Massachusetts, dem der Hurrikan am nächsten kommen dürfte, wurde am Samstag eine Tropensturmwarnung ausgegeben.

Eben hier liegt die Prominenten-Ferieninsel Martha's Vineyard, wo US-Präsident Barack Obama ab Sonntag mit seiner Frau Michelle und den beiden Töchtern Malia und Sasha eine Woche entspannen will - first class, versteht sich. Satte 35.000 Dollar lassen sich die Obamas eine Woche auf dem elf Hektar großen Anwesen kosten - bezahlt wird der Urlaub aus der Familienkasse.

Für die Unterbringung von Obamas Mitarbeitern, die Sicherheit und die Personenschützer des Secret Service muss allerdings der Steuerzahler aufkommen. Auch über die Nutzung seines Dienstwagens muss sich Obama - im Gegensatz zu manch deutscher Ministerin - keine Gedanken machen. Die Präsidentenmaschine Air Force One wird die First Family sicher in den Urlaub bringen.

Mit dem heraufziehenden Hurrikan haben die Bootsbesitzer in Martha's Vineyard bereits ihre Yachten gesichert. Ein Hafenmeister erklärte, die Telefone liefen wegen drängender Fragen zum Hurrikan heiß. Auf dem Ozean seien die Wellen bereits rund viereinhalb Meer hoch. Vor der kanadischen Ostküste brachte der Ölkonzern Exxon Mobil 200 Arbeiter einer Bohrinsel in Sicherheit.

"Herr Präsident, warum besuchen Sie nicht Amerikas Herzland?"

"Ich glaube, er wird einen guten Teil seiner Zeit damit verbringen, einfach mit seiner Familie auszuspannen", sagte Obamas Sprecher Robert Gibbs. "Es gibt keine offiziellen Termine in der kommenden Woche. Ich gehe davon aus, dass er einige Male Golf spielen wird."

Angesichts der stockenden Gesundheitsreform, Wirtschaftskrise und eskalierender Gewalt im Irak und Afghanistan ist dies keine gute Zeit für Freizeitsport, meinen die Kritiker des Präsidenten. Der Direktor des Instituts für politische und ausländische Beziehungen der Johns Hopkins Universität, Robert Guttman, fragte öffentlich, warum Obama nicht in einer von der Wirtschaftskrise gebeutelten Region Urlaub mache. "Herr Präsident, warum besuchen Sie nicht Amerikas Herzland?", schrieb Guttman im liberalen Internet-Dienst "Huffington Post".

Auch sonst gab es in US-Medien reichlich Mutmaßungen rund um Obamas Urlaub: Wird er den schwer kranken Senator Edward Kennedy aus Massachusetts besuchen? Wird Michelle Obama Amerika wieder mit dem Tragen kurzer Hosen begeistern?

Obama bittet bei aller Aufregung lediglich darum, seine und vor allem die Privatsphäre seiner Töchter zu respektieren. "Wenn die Mädchen draußen sind und auf Martha's Vineyard ohne ihre Eltern unterwegs sind, dann ist es unser starker Wunsch, dass ihnen ihr Raum und ihre Privatsphäre gegeben werden", sagte sei Sprecher Gibbs. Die Medien sollten nicht über "zwei kleine Mädchen im Urlaub berichten", forderte Gibbs. Sie seien keine Personen des öffentlichen Lebens.

Obama-Hype auf der Insel

Auf der Insel allerdings freut man sich schon längst auf die Mädchen - wenn sie auch nicht öffentlich sind, so sind sie doch sehr beliebt. Schon sind die ersten T-Shirts mit Fotos der First Family im Angebot, selbst Familienhund "Bo" wird vermarktet. Auf der rund 37 Kilometer langen Insel, auf der nur 15.000 Menschen ganzjährig leben, gibt es jetzt nach den Obamas benannte Kuchen und Obama-Eis.

Doch die Einheimischen müssten sich eigentlich längst an die Gäste aus dem Weißen Haus gewöhnt haben: Sechs Präsidenten haben sich laut dem Fremdenverkehrsbüro schon auf der Insel erholt. Der frühere Präsident Bill Clinton kam besonders gern auf das Eiland vor der Südküste von Cape Cod.

In der vergangenen Woche machte der Ex-Präsident mit Außenministerin Hillary Clinton Urlaub auf den Bermudas. Laut Medienberichten ergriff das Paar dann aber am Donnerstag die Flucht, bevor der Hauptflughafen der Inseln am Freitag vorsichtshalber geschlossen wurde.

"Bill" ist der erste Hurrikan dieses Jahres im Atlantik. Im vergangenen Jahr hatten mehrere Wirbelstürme in der Karibik vor allem schwere Schäden in Haiti und Kuba verursacht. Beide Länder leiden bis heute unter den Verwüstungen.


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Auch die Weltpolitik macht im Sommer mal Siesta. Dann posiert US-Präsident Barack Obama (48) im lässigen Freizeitlook für die Fotografen.


Ihren Sommerurlaub wird die „First Family“ auf der noblen Insel „Martha’s Vineyard“ vor der amerikanischen Ostküste verbringen – wie früher die Kennedys und die Clintons.

Die 230 Quadratkilometer große Insel ist seit Ende des 19. Jahrhunderts unter Wohlhabenden als gut abgeschottetes Sommerziel bekannt. Romantische Küstenstädtchen wie Menemsha oder Oak Bluffs erinnern an die Zeit, als man auf „Vineyard“ noch vom Walfang und der Fischerei lebte.

Die Abgeschiedenheit hat ihren Preis: Schon die 45-minütige Überfahrt mit der Fähre ab Woods Hole kostet ab 135 Dollar pro Auto und eine Übernachtung in einer „einfachen Pension“ mindestens 100 Dollar.

Hotel-Tipp: Das „Crocker House Inn“ in Vineyard Haven gehört noch zu den günstigen Optionen, DZ ab ca. 130 Euro, (www.crockerhouseinn.com)


Marthas Vineyard

sourxe: spiegel


Montag, 17. August 2009

HYDER Alaskas freundlichste Geisterstadt

US-ÖRTCHEN HYDER

Alaskas freundlichste Geisterstadt

Ein paar Dutzend Einwohner, viele Grizzlies, eine Schnapssorte: Das Örtchen Hyder in Alaska lockt mit seinem schroffen Charme vor allem Wandertouristen an. Die Grenze zu Kanada ist nur ein paar Meter entfernt - trotzdem sind die Leute hier besonders patriotische US-Bürger.

Hyder - Zuerst brennt es nur. Doch will man dann tapfer verkünden, dass alles gar nicht so schlimm war, bleiben einem die Worte im aufgerauten Halse stecken. Unterdessen stülpt der Barmann das Glas auf dem Tresen um und zündet die ausgetropfte Neige an. Das blaue Flämmchen zeigt an: Das war ein heißer Tropfen. Inzwischen ist die Sprache zurückgekehrt. "Wow, was war das denn?", lautet der erste Ausruf. Und mit einem verschmitzten Lächeln erklärt der Mundschenk: "Willkommen in Hyder, Alaska. Jetzt bist Du Hyderized."

Der feurige Begrüßungstrunk entpuppt sich als hochprozentiger Korn, mit 75 Volumenprozent Alkohol ein echter Rachenputzer. Für diesen Schnaps ist Hyder berühmt und berüchtigt. Das "Glacier Inn", die älteste Kneipe des Ortes, wirbt über der Eingangstür offensiv: "Get Hyderized... hervorgebracht im Glacier Inn 1956". "Meine Eltern haben den Pub 1956 gegründet, seither wird der Schnaps ausgeschenkt", erzählt Jodie Bunn, die die Kneipe inzwischen übernommen hat. Die Flasche mit dem Korn bleibt immer in einer Papiertüte verborgen.

"Erst nach dem Trinken verraten wir, was es war", sagt Jodie. Zur Sicherheit wird immer ein Glas Wasser ohne Kohlensäure dazugestellt. "Manche brauchen das", klärt die Barbesitzerin auf.

Ziemlich weit im Norden: Hyder liegt gerade noch in den USA, Steward schon auf der anderen Seite der kanadischen Grenze
TMN

Ziemlich weit im Norden: Hyder liegt gerade noch in den USA, Steward schon auf der anderen Seite der kanadischen Grenze

Hyder in Alaska, dessen Einwohnerzahl je nach Jahreszeit zwischen 60 und 95 schwankt, ist ein Unikum. Im äußersten Südosten Alaskas gelegen, ist es der einzige Ort der USA, in den man aus dem Ausland ohne Kontrollen durch Einwanderungs- und Zollbehörde einreisen kann.

Denn Hyder ist nur von Kanada aus zugänglich: Drei Kilometer hinter dem Nachbarort Stewart in der Provinz British Columbia (BC) verläuft die Grenze. Dort, wo der Highway 37A sich von einer Asphaltstraße in eine unbefestigte Piste verwandelt, beginnen Hyder, Alaska und die USA. 14 Kilometer später ist man wieder in Kanada: Bei der ehemaligen Minensiedlung Premier führt die Straße zurück nach British Columbia.

Goldrausch lockte erste Siedler an

Die Straße endet im Nirgendwo. Nachdem alle verlassenen Minen samt der einst gigantischen Granduc Copper Mine passiert sind, bleibt nur der großartige Ausblick auf die monumentalen Berge und Gletscher der nördlichen Coast Mountains. In ihrem Zentrum kriecht auf einer Höhe von rund 1300 Meter der gewaltige Salmon Glacier, der fünftgrößte Gletscher Nordamerikas, im Zeitlupentempo um die Gipfel talwärts, zergeht dort und fließt als Salmon River in den Portland Canal.

Die umliegenden Berge waren einst das größte Kapital von Hyder und Stewart. 1898 kamen im Sog des Klondike-Goldrausches die ersten Siedler ans Ende des Portland Canals, eines 148 Kilometer langen Fjords. Statt der erhofften Nuggets an der Oberfläche aber gab es nur Erzadern in der Tiefe. Während die Enttäuschten das Weite suchten, ließen sich die Unerschrockenen nieder und gründeten Hyder und Stewart. Über die Jahre trieben Bergleute in mehr als 40 Minen Stollen und Tunnel in die Berge und förderten Gold, Silber, Kupfer, Zink und Wolfram. Nach Premier und Riverside in den Fünfzigern schloss die Granduc Copper Mine 1984 als letztes der großen Bergwerke.

Als der US-Armee-Ingenieur David D. Gaillard 1896 am sogenannten Eagle Point ein steinernes Lagerhaus bauen ließ, waren die Grenzen zwischen den USA und Kanada in dieser Region noch nicht exakt fixiert - und auch heute noch sind Details strittig. Erst 1905 wurde der Grenzverlauf zwischen Alaska und British Columbia festgelegt. Bis dahin stand Hyder, das auf Pfählen im Watt des Portland Canals als "Portland City" errichtet worden war, gewissermaßen im Niemandsland.

Genaugenommen war Hyder zunächst sogar kanadisch, weil erste vorläufige Festlegungen das US-Territorium westlich des 56. Breitengrades ansiedelten. Wegen der Ungewissheit wurden die ersten Schürfrechte sowohl nach Alaskas als auch nach BC-Bergbaugesetzen vergeben. Erst in den dreißiger Jahren zog Hyder vom kanadischen Wasser aufs Festland von Alaska. 1948 brannte die verlassene Holzstadt ab und hinterließ nichts als Pfahlreste, die heute wie faulige Zahnstümpfe aus dem morastigen Grund des Fjords ragen.

Zur Schule ins Ausland

Heute markiert die Ostwand von Gaillards Lagerhaus die Grenze. Neben ihr steht zum Canal hin der Grenzstein, und in gerader Verlängerung zur anderen Seite ist auf dem Fels eine Schneise in den Wald geschlagen worden als sichtbares Zeichen für den Grenzverlauf. Das ist auch nötig, denn bis auf das Schild "Entering Alaska" gibt es keinen Hinweis darauf, dass man eine internationale Grenze überquert.

Das mag auch an Hyders Zwitterstellung liegen. Die Einwohner sind nicht im Telefonbuch von Alaska, sondern im Nachschlagewerk von Stewart mitsamt der Vorwahl von British Columbia zu finden. Kinder lernen das ABC quasi im benachbarten Ausland, erst später wechseln sie zur Schule ins knapp 200 Kilometer entfernte Ketchikan.

Dennoch ist auch in Hyder so viel USA wie in ganz Alaska: "Hier ist alles komplett anders als in Kanada, obwohl es nur 100 Yards entfernt ist", sagt Wes Loe. Der weißhaarige Vietnam-Veteran betreibt einen von zwei Läden in Hyder und zeigt wie zum Beweis die Pistole, die er hinter seiner Ladentheke liegen hat. "Jeder trägt hier eine Waffe und hat noch eine im Schlafzimmer", erklärt er. Der Einfluss der strengen kanadischen Waffengesetze endet ebenso an Gaillards Lagerhaus wie die Befugnisse der Royal Canadian Mounted Police.

Deshalb hat Hyder zwar eine Freiwillige Feuerwehr, die laut einem Aushang am Gemeindehaus Freiwillige sucht, aber keine Polizei. "Wenn wir hier Probleme haben, lösen wir die selbst", sagt der Krämer im Stil eines Western-Helden. Sollte es doch nicht so einfach gehen, kommt die Polizei aus Ketchikan - etwa nach Schießereien, die es auch in der selbsternannten "freundlichsten Geisterstadt Alaskas" gibt.

Paradies für Grizzlies und Schwarzbären

Acht Monate im Jahr ist Hyder ein verschlafenes Nest. Doch von Juni bis September steppt auf der Schotterstraße im wahrsten Wortsinn der Bär. Wenn die Lachse den Salmon River flussaufwärts zu ihren Laichplätzen streben, versammeln sich an Flüssen und Bächen Grizzlies und Schwarzbären, um sich mit den fetten Happen das Polster für die Winterruhe anzufressen. Selbst der seltene Kermode- oder Geisterbär, eine weiße Unterart des Schwarzbären, ist dort beheimatet. Und mit Lachsen und Bären strömen auch die Touristen in die Stadt. Im Jahr 2000 wurde eigens eine hölzerne Beobachtungsplattform gebaut, von der aus die Schaulustigen das große Fressen beobachten können.

"Das ist wie beim Wale beobachten: Wenn einer auftaucht, rennen alle auf eine Seite und bringen das Boot fast zum Kentern", erzählt Wes. Statt "Whale Watching" bietet Hyder "Bear Watching" - nirgends in Alaska können Bären in freier Natur so beobachtet werden, ohne dass man die Bequemlichkeit der Autoanreise missen muss. Seit 2006 ist die Bären-Schau aber nicht mehr kostenlos. Die Spendenbüchse wurde von Besucher-Pässen abgelöst. Sie kosten 5 US-Dollar (3,50 Euro) für einen Tag und 75 US-Dollar (52,50 Euro) für die Saison.

Ranger des Tongass National Forest Service patroullieren von Juli bis Anfang September und achten auf die Einhaltung der Regeln. Nicht ganz klar ist, ob zum Schutz der Bären oder der Menschen. Schilder weisen überall darauf hin, dass die Bären wilde Tiere sind, dass sie nicht gefüttert oder bedrängt und auch keine Haustiere mitgebracht werden dürfen. Unfälle kommen vor, etwa im Sommer 2000, als ein Braunbär einen Mann aus Ketchikan zerfetzte.

Pokern mit Motorschlitten

Hyder und Stewart würden gern auch den Winter-Tourismus beleben. Für den "Bordertown Snowbombers Snowmobil Club" bietet die Region "das beste Snowmobiling in Nordamerika". Als Höhepunkt jeder Saison organisiert der Club immer zu Ostern den "Poker Run". Die Teilnehmer absolvieren einen abgesteckten Parcours mit mehreren Stationen. An jeder erhält der Fahrer eine Spielkarte. Sieger wird derjenige, der mit seinen gesammelten Karten das beste Poker-Blatt auf der Hand hat.

Traditionell startet anschließend die Party im "Glacier Inn". Nicht wenige Teilnehmer folgen dort dann einer Tradition: Sie hinterlassen einen signierten Geldschein an der Wand. Die Kneipe ist tapeziert mit Scheinen aus aller Welt. "Das sind jetzt etwa 85.000 Dollar", sagt Barbesitzerin Jodie Bunn. Begründet hatten den Brauch Bergleute, die einst die unterschriebenen Scheine an die Wand steckten, um für das Bier beim nächsten Mal garantiert Geld zu haben.

Die älteste Banknote in der Kneipe hat einen Ehrenplatz: Der kanadische 25-Cent-Schein aus dem Jahr 1870 hängt in einem Bilderrahmen hinter der Bar und ist auch nicht signiert.

Während das "Glacier Inn" floriert, fristen andere Gebäude und Geschäfte ein trauriges Dasein. Der "Canal Trading Post" ist ebenso verwaist wie die orthodoxe St. Paul's Kirche oder die einzige Tankstelle des Ortes, der "Salmon River Outpost" steht zum Verkauf.

Zurück in Kanada wird man von einem Zollposten empfangen. Lichter und ein Stopp-Schild fordern zum Anhalten auf. Eine uniformierte Dame kommt zur Fahrerseite. Freundlich nimmt sie das "Nein" auf ihre Frage entgegen, ob man unerlaubte Dinge wie Waffen, Munition oder unverzollten Tabak dabei habe und verabschiedet den Reisenden mit einer Begrüßung: "Gut. Willkommen in Kanada. Und gute Reise."


source: spiegel


Madonna & Jesus Luz: W Magazine Mates

Madonna & Jesus Luz: W Magazine Mates
Madonna & Jesus Luz: W Magazine Mates
BLAME IT ON RIO
Madonna appears in a no-holds-barred 46-page spread in W magazine’s March 2009 issue frolicking in a hotel bed with shirtless boyfriend Jesus Luz.
Hot photo shoot. And look, Jesus has his name tattooed on his back! Classy.
Madonna, 50, and Jesus, 22, reportedly first met on this steamy mag shoot, as photographed by Steven Klein. Earlier this month, the pair was spotted having dinner together in New York City with her kids.
Check out the full spread at WMagazine.com.

source: the sun

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Posted by Picasa

Freitag, 7. August 2009

Sky-Bars Happy Hour auf dem Wolkenkratzer

Sky-Bars

Happy Hour auf dem Wolkenkratzer

In Dach-Bars berauschen nicht nur die Cocktails, sondern auch die Blicke auf die zu Füßen liegende Metropole.

Sirocco
Ein Glanzpunkt im trüben Bangkok: die im Lebua State Tower befindliche „Sirocco“-Open-Air-Bar in 213 Meter Höhe
Während im Straßengewirr weit unten hektischer Feierabendverkehr an Entspannung nicht denken lässt, geht das ein paar Dutzend, mitunter gar Hundert Meter weiter oben auf der Terrasse eines Wolkenkratzers doch deutlich einfacher. Noch dazu, wenn einem zum kühlen Bier oder Cocktail zusätzlich ein fantastischer Sonnenuntergang serviert wird. Richtig ansprechend ist das Szenario freilich auch zu fortgerückter Stunde, wenn die Lichter der Großstadt für eine fabelhafte Kulisse sorgen. Diese Kombination gefällt vielen und daher wundert es nicht, dass immer mehr sogenannte Rooftop-Bars eröffnen. Vor allem in feinen Hotels und insbesondere im Mutterland der Wolkenkratzer – den USA.

Eine international renommierte Adresse ist die Bar auf dem Dach des ultramodernen „Standard“-Hotels im Zentrum von Los Angeles. Filmreif sind hier nicht nur die futuristisches Lounges samt Wasserbetten und der Dachpool, sondern auch das Programm. Auf die Wand des gegenüberliegenden Gebäudes werden ganz hollywoodmäßig Filme projiziert. In San Francisco überzeugt der „Carnelian Room“ im 51. Stock der „Bank of America“ mit einem faszinierenden Panoramablick, den viele für den besten der ganzen Stadt halten.

Klar, dass das Skyscraper-Mekka New York Hochgefühle der besonderen Art besonders gut erzeugen kann. Der „Rainbow Room“ im 65. Stockwerk des Rockefeller Centers oder das „230 Fifth“ mit Blick auf das Empire State Building gehören sicherlich zu den besten Adressen, ebenso das „A60“ auf dem Dach des „60 Thompson Hotel“. Miami-Urlauber sollten in der „Spire Bar & Lounge“ im „The Hotel“ auf ihre Reise anstoßen, Las-Vegas-Gäste in der Bar mit dem passenden Namen „Moon“. Wobei der Mond freilich längst nicht die einzige Lichtquelle auf der Open-Air-Terrasse darstellt. Im Gegenteil: Nirgends dürfte es mehr Blinken und Flimmern zu beobachten geben als in der Zockermetropole in Nevada.
Zum wahren Hotspot der Sky-Bars hat sich jedoch Südostasien entwickelt, und zu deren Hauptstadt Bangkok. Seit einigen Jahren hat ein halbes Dutzend neue, hippe Locations auf sprichwörtlich höchstem Niveau eröffnet. Im 32. Stockwerk des „Millennium Hilton Hotel“ etwa liegt die geschlossene, aber großzügig mit Fensterfronten versehene Cocktailbar „Three Sixty“, die ihren Namen dem 360-Grad-Panorama zu verdanken hat. Hier müssen die Gäste sich nicht mal von ihren Sesseln erheben, um den kompletten Überblick über die Metropole zu bekommen: Die runde Bar auf dem Dach des Hotels rotiert um ihre eigene Achse.

Diese Attraktion fehlt im Open-Air-Restaurant „Sirocco“, dafür punktet es mit der ebenfalls offenen, hell erleuchteten „Sky Bar“, die auf einem kleinen Plateau über der Stadt zu schweben scheint. Nur eine Glaswand liegt zwischen den Gästen und 230 Höhenmetern. Weitere Höhepunkte der Stadt sind „The Dome“ in der 64. Etage des Lebua State Tower und das auf der 22. und zugleich höchsten Etage des Luxushotels „Dusit Thani“ gelegene Restaurant „D’Sens“. Hier kann man aber auch nur auf einen Drink vorbeischauen.

In Hongkong lockt das durchgestylte „Aqua“, wo man im 29. und 30. Stock sitzt und sich an Skyline und Hafenblick wahrlich berauschen kann. Die höchste Bar der Welt ist ebenfalls in China beheimatet, in Schanghai: Das „Cloud Nine“ im Hyatt Hotel befindet sich in der 87. Etage des Jin Mao Towers. Da ist die „Sky Bar“ im 33. Stock des „Traders Hotel“ in Kuala Lumpur zwar deutlich tiefer gelegen, eröffnet jedoch nicht minder spektakuläre Blicke auf die Stadt und die mehr als 450 Meter hohen Petronas Towers. Plus: Die Aussicht lässt sich sowohl von der Bar als auch vom Pool aus genießen.
Faramarz
Nicht nur das Panorama der Istanbuler „Roof Top”-Bar ist exzellent – auch das arabische Flair
Wo spektakuläre Attraktionen möglich sind, will natürlich auch Dubai mitmischen. So auch in der Kategorie „Dachterrasse“. Und tatsächlich: Die „Vu’s Bar“ im 51. Stock des „Emirates Towers Hotel“ bietet einen fantastischen Blick über die Wüste, die künstlichen Inseln und viele andere Wolkenkratzer. Ähnlich aufregend gestaltet sich das Panorama im „360 Degrees“, dem Roof-Top-Club des „Jumeirah Beach Hotels“. Hier kommt aber noch ein weiterer Thrill dazu: Das kreisrunde, weiße Gebäude dreht sich um seine eigene Achse. Mit einem kühlen Cocktail und einer aromatischen Wasserpfeife können die Gäste hier nicht nur die Küsten-Skyline bewundern, sondern auch gepflegt Phase zwei des Abends einläuten. Zu späterer Stunde wird aus der „Shisha-Lounge“ mit ihren weißen Couchlandschaften nämlich ein lässiger Open-Air-Club mit DJ-Pult und Tanzfläche.

Europas blaue Wunder


Auch Europa ermöglicht erhabene Ausblicke zur Cocktailstunde – wenngleich sich die Sky-Bars hier meist auf niedrigerem Niveau befinden, zumindest was die Höhe anbelangt. Fast schon zum Status einer eigenen Sehenswürdigkeit haben es jedenfalls das „Penthouse“ in Madrid, die im sehenswerten Guinness Store House befindliche „Gravity Bar“ in Dublin sowie in London die „Top Floor Bar“ gebracht. In Letzterer können die Besucher ihre Drinks unter einer gläsernen Kuppel zu sich nehmen. Wer in Schwung gekommen ist, zieht weiter ins angesagte „Vertigo 42“ im 183 Meter hohen Tower 42. Hier feiert sich das feine Yuppie-Publikum des Financial District regelmäßig selbst, entweder in der Panoramabar mit selbst für Londoner Verhältnisse sündteuren Drinks in der Hand oder nebenan auf der Tanzfläche.

Fein im Sinne von gediegen geht es auf der luxuriösen „Terrazza Rosé“ des Hotels „St. George“ in Rom zu, wo neben vorzüglichen Rosé-Weinen helle Holzdielen und bequeme Sofas den Besucher glatt vergessen lassen, dass er sich inmitten der belebten Altstadt der italienischen Hauptstadt befindet. In Istanbul sorgt für derartige Absenzen die Bar „360“, die zugleich als Restaurant und Lounge fungiert. Untergebracht ist die angesagte Location in einem futuristischen Penthouse aus Glas, das auf einem Stadthaus aus dem 19. Jahrhundert in Beyoglus Flaniermeile Istiklal Caddesi steht. Übrigens: Wer Höhenangst hat, sollte den Glasboden an der Bar des „360“ meiden – darunter ist das offene Treppenhaus zu sehen, das acht Stockwerke nach unten führt.

Sky-Bars in der Heimat


Deutschland ist freilich kein Hochhaus-Dorado, dennoch haben sich einige attraktive Terrassenbars etabliert, allen voran die Berliner „PanAm Lounge“ in der zehnten Etage des „Hauses Eden“ direkt am Zoologischen Garten und der „Club Weekend“ im 15. Stock im ehemaligen „Haus des Reisens“ am Alexanderplatz. Während sich die einen am Ausblick ergötzen, tun das andere ein paar Etagen tiefer in Berlins angesagtestem Techno-Club an der Musik. Das 2009 eröffnete „Axel Hotel“, das sich speziell an Schwule richtet, wirbt indessen ebenfalls mit einer Sky-Bar-Lounge – und einem Whirlpool unter offenem Himmel mit Blick über die Skyline Berlins. In Hamburg hingegen ist das „20up“ im Hotel „Empire Riverside“ erste Wahl für Dachterrassen-Liebhaber. Sieben Meter hohe Panoramascheiben geben den Blick auf Stadt und Hafen frei.

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