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Triumph nach 1576 Stufen: Ein Stuttgarter Student hat zum vierten Mal in Folge das Rennen aufs Dach des Empire State Buildings gewonnen. Bei den Damen war eine Australierin erfolgreich - obwohl sie am Anfang des Rennens schwer gestürzt war.
New York - Mehr als 300 Läufer haben am Dienstag das Empire State Building in New York gestürmt und sind die 1576 Stufen hinaufgehetzt. Am schnellsten oben war der Deutsche Thomas Dold, der den eigenartigen Wettkampf bereits zum vierten Mal in Folge gewann. Der 24-jährige Wirtschaftsstudent aus Stuttgart brauchte gut zehn Minuten bis auf die Aussichtsplattform - und damit zehnmal so lange wie der Fahrstuhl für Besucher.
Der Lauf werde durch die Übung nicht leichter, sagte Dold dem Stadtsender NY 1. "Das Empire State Building ist immer hart. Es ist wirklich toll, den Leuten zu zeigen, wofür ich trainiere." Das ungewöhnliche Rennen, das dieses Jahr zum 32. Mal stattfand, gilt wegen des Massenstarts als der spektakulärste Treppenlauf der Welt.
Auch den fünften Platz konnte nach Angaben der Veranstalter ein Deutscher belegen: Dolds Freund und Trainingskollege Matthias Jahn (25) aus dem osthessischen Langenbieber brauchte für die 86 Stockwerke 11 Minuten 24 Sekunden. Den Rekord hält seit 2003 der Australier Paul Crake mit 9 Minuten 33 Sekunden.
Bei den Damen gab es ebenfalls eine Seriengewinnerin - zum dritten Mal in Folge war die Australierin Suzy Walsham erfolgreich. Obwohl sie in der Lobby gegen eine Steinwand prallte und kurz auf dem Boden liegen blieb, konnte die 35-Jährige auf dem Weg bis zum 86. Stock aufholen und mit 13 Sekunden Vorsprung siegen. Direkt nach dem Rennen wurde sie mit Schwellungen im Gesicht und einem lädierten Knie medizinisch behandelt.
"Der Schmerz hält nur ein paar Minuten an - doch der Sieg hält für Jahre", sagte sie.
Fünf Hobbyläufer auf dem Weg nach Manhattan, zum berühmtesten Marathon der Welt. Fünf Monate Zeit, auf das große Ziel zu trainieren. Ob es wirklich klappt? Sie wissen es nicht. Doch sie werden alles geben, um am 2. November 2008 die 42,195 Kilometer zu überstehen. Den Körper an die eigene Grenze führen. Hier schreiben sie selbst drüber – die tapferen Fünf aus dem stern-Asics-Laufteam.
Christa Bähre-Winzer, 55, Grundschul-Lehrerin, verheiratet, zwei Söhne, zwei Katzen, Hündin Lucy. Im September 2006 wegen Brustkrebs operiert – zwei Wochen später stand sie wieder auf den Beinen. „Laufen gibt mir Mut. Ich merke, dass mein Körper trotz allem funktioniert. Nur nicht klein beigeben!“ Das gilt für den Marathon genau so wie für ihren Kampf gegen den Krebs.
Am 2. November ist der Moment der Wahrheit da! Training war einmal - jetzt wird es ernst. Wir "Fünf für New York" sind in New York ... am Start zum berühmtesten Marathon überhaupt. Was werden die nächsten Stunden bringen? Ein ganz persönlicher Laufbericht. Na endlich! 10.20 Uhr! Es geht los! Der Startschuss ertönt und auch die letzte Startwelle des New York Marathons 2008 setzt sich langsam und träge in Bewegung. Gott sei Dank ist jetzt das lange Warten vorbei und ich kann mich warm laufen! Seit heute morgen um 6.30 Uhr habe ich auf dem riesigen Sammelplatz im eisigen Wind auf diesen Moment gewartet. Zwar hatte ich mich warm eingepackt: Laufklamotten, dicker alter Jogginganzug und darüber noch Regenzeug gegen den Wind, aber mit der Zeit ist die Kälte doch bis in die Knochen vorgedrungen! Da helfen auch nicht diverse Becher heißer Tee, die man an vielen Ständen auf dem Gelände bekommen kann. Die Menge schiebt sich der Startlinie entgegen. Rechts und links liegen Berge von weggeworfenen Kleidungsstücken, die nur bis zum Start ihre Besitzer warm halten sollten. Jetzt werden sie nicht mehr gebraucht, sondern ausgezogen und einfach an den Straßenrand geschmissen! Horden von Helfern sammeln sie ein und führen sie – angeblich – guten Zwecken zu .... die größte Kleidersammlung der Welt! Also, bis ich auch nur ein Teil meiner Sachen ausziehen werde, wird es bestimmt eine ganze Zeit dauern ... vor allen Dingen, wenn es weiter so langsam vorwärts geht! Bibbernd fange ich an zu traben. Da vorne ist endlich die Startlinie, markiert mit einem großen Tor und roten Gummimatten, die die Kabelage der Zeitnahme schützen. Jetzt geht`s lo-os, jetzt geht`s lo-os! Ich nehme die erste Meile in Angriff! Gaaaanz langsam .... nur nicht zu schnell angehen .... genießen .... schauen .... wer weiß, ob ich noch einmal in meinem Leben hier her komme .... Die erste Steigung der ersten Brücke ... der Verrazano-Bridge .... Ich bleibe wie vom Donner gerührt stehen! Meine Nackenhaare sträuben sich, Gänsehaut am ganzen Körper: Es sieht genau so aus wie auf den Fotos die ich mir vorher angeschaut habe. Ich laufe in ein Bild hinein ... und ich bin ein Teil davon! Es ist unglaublich! Die Tränen steigen mir in die Augen. Ich bin dabei! Ich, die im September 2006 an Brustkrebs operiert wurde. Ich, die im Januar 2008 als Nebenwirkung des Tablettencocktails einen leichten Schlaganfall hatte ... Es ist unglaublich! Schiffssirenen reißen mich aus meiner Rührseeligkeit und ich besinne mich darauf, weshalb ich hier bin. Entschlossen setze ich mich wieder in Bewegung, bin aber in Gedanken noch mit mir beschäftigt. Jetzt bin ich wirklich hier und laufe, obwohl es in den letzten Wochen gar nicht so ausgesehen hatte, dass der Traum noch Wirklichkeit werden könnte. Die zweite Leistungsdiagnostik, hatte mich fertig gemacht. Ich hatte monatelang genau nach Plan trainiert und sollte noch einmal meine Leistungsfähigkeit überprüfen lassen. Reine Formsache, wie ich dachte. Bei dem Training! Dementsprechend wurden mir auch verbesserte Werte bescheinigt, .... ich wurde darin bestärkt, zu laufen, da es meine Abwehrkräfte gegen den Krebs verbessert, .... aber bitte nicht so extrem! Alles, aber kein Marathon!!!! "Das Risikoprofil ist zu komplex!" Damit ging die Welt für mich unter! Und dafür die monatelange Schinderei? Tagelang war ich kaum ansprechbar. Lange Gespräche mit meinem Mann und die Einladung des Sterns trotzdem mit nach New York reisen zu können, brachten mich wieder auf die Beine. Wenigstens dabei sein! Nur so tun als ob ...! Mal schnuppern, wie es wäre wenn ...! Und natürlich bin ich vernünftig und riskiere nichts! Ich bin ja nicht lebensmüde, im Gegenteil: Ich laufe ja, um zu überleben! Und mit diesen Vorgaben flog ich über den großen Teich ... Auch Dieter Baumann nahm mich gestern Abend noch einmal ins Gebet: "Christa, dass du uns keine Sorgen machst! Hör` zeitig genug auf! Höchstens den Halbmarathon!" Na klar, was sonst! Wie gesagt, ich bin ja nicht lebensmüde! Und jetzt bin ich wirklich hier und mitten drin statt nur dabei! Auch wenn ich nicht die ganze Strecke laufen darf, bin ich wild entschlossen viel zu erleben. Und schon geht es los: eine Gruppe von chinesischen Läufern schließt zu mir auf. Sie haben einen Musikrecorder dabei und laufen alle genau im Takt. Dazu gibt "der Chef“"immer wieder laute Kommandos. Na, für mich wäre das nichts! Ich halte lieber bei den Feuerwehrmännern an, die mit ihrem riesigen Truck eine Seitenstraße abgesperrt haben und den Läufern zuwinken. "May I take a picture?" Na klar, aber sie ziehen mich an ihre Seite und eine Feuerwehrfrau macht ein Foto von mir mit den starken Männern! Alle klatschen : "Hey, red lady! Big job!" Finde ich auch! Und weiter geht`s ! In der Zwischenzeit habe ich mich auch von meinen alten Klamotten getrennt. Nur die Regenjacke habe ich noch umgebunden, damit ich nachher, wenn ich aufgehört habe und in der Metro sitze, nicht friere. Aber nicht nur daran habe ich gedacht: ich habe auch Metroplan, Stadtplan, Kleingeld und meine Brille, ohne die ich die Pläne gar nicht entziffern könnte, dabei. Außerdem stecken in meinem Laufgürtel auch noch einige Müsliriegel, weil ich beim Laufen immer Hunger bekomme. Apropos ... ein kleiner Bissen darf schon einmal sein, dazu an einer Versorgungsstelle einige Schluck Getorade und zum Nachspülen etwas Wasser, damit der Mund nicht so klebt. Aber nicht den Magen überlasten, Vorsicht! Und wieder Gänsehaut: als ich an einer Kirche vorbeilaufe, fangen die Glocken an zu läuten und ein Chor singt: "Oh happy day!" Besser kann man es nicht formulieren, ja, es ist ein Tag zum Glücklichsein! Vor Freude muss ich gleich wieder anhalten und bei einer Band mittanzen, die alte Rock`n roll Musik spielt! Yeah! Die Instrumente sind aus alten Autoteilen zusammengebaut rocken aber ordentlich ab! Je näher wir Manhattan kommen umso mehr Leute stehen am Straßenrand. Alle johlen, klatschen oder machen Lärm mit Trillerpfeifen. Es ist kaum zu glauben, welchen Krach sie veranstalten. Heute Abend werden sie bestimmt alle heiser sein. Und immer wieder stehen kleine Kinder an der Strecke, die den Läufern Apfelsinen- oder Bananenstückchen zur Stärkung reichen oder nur ihre Hände zum Abklatschen hinhalten. Eine alte Frau hat ein Körbchen in der Hand und verteilt einzelne Bonbons. So viele Leute nehmen Anteil an diesem Lauf und tragen auf eine ganz persönliche Weise zur besonderen Atmosphäre bei. Und auch die Läufer sind, jedenfalls in diesem hinteren Teilnehmerfeld, etwas ganz Besonderes! Viele von ihnen laufen verkleidet. Einige Franzosen z.B. tragen Perücken in Landesfarben, die Frauen dazu wedeln die ganze Zeit mit Cancanröcken und zeigen Strapse! Ein Sportler möchte anscheinend unerkannt bleiben, denn er hat sich eine riesigen Pappleuchtturm übergestülpt, aus dem nur Arme und Beine herausschauen. "Larry, the lighthous"“ steht darauf. Andere wieder scheinen diesen Lauf als Wallfahrt zu begehen. Sie laufen mit Fotos auf ihren Hemden, die Angehörige oder Freunde zeigen. "I´m running for Daddy!" "Greetings to Mum!" Was mich besonders berührt, sind die vielen Läufer, die ein Tricot mit dem Aufdruck: "Imagine a world without cancer!" tragen. Als ich eine Frau überhole, die zusätzlich noch die Aufschrift "Survivor" trägt, ist es mir meiner Fassung vorbei! Zum zweiten Mal muss ich ein paar Tränen verdrücken. "Ja, auch ich habe bisher überlebt, und wenn ich das heute schaffe, werde ich auch die Krankheit besiegen!" Das erzähle ich ihr als ich neben ihr herlaufe. Sie nimmt mich fest in den Arm: "You will win!" Aber was war das eben? Wenn ich das heute schaffe ...? Ich darf doch gar nicht! Obwohl ... die Kilometermarken am Straßenrand zeigen, dass ich schon fast an meinem Aussteigepunkt angelangt bin und ich fühle mich so gut wie noch nie nach so einer Strecke! Und jetzt soll ich gleich aufhören? Einmal ganz in Ruhe durchchecken: Füße sind in Ordnung, brennen nicht. Knöchel und Knie schmerzen nicht, laufen wie geschmiert. Waden und Oberschenkel, keine Muskelprobleme. Magen und Darm, kein Gluckern. Rücken, nicht verkrampft. Kopf, schmerzfrei. Mmmh, was tun? Ich laufe und grübele und grübele und laufe. Ich habe versprochen, vernünftig zu sein. Ich bin ja auch vernünftig – sonst würde ich doch nicht so lange nachdenken. Alle haben Angst um mich, dass ich mich überanstrenge und dann irgendetwas Schreckliches passiert! Aber es geht mir doch so gut! Ein Spruch, der zu Hause über meinem Schreibtisch hängt, kommt mir in den Sinn: "Wenn man älter wird, ärgert man sich nicht über das, was man getan hat, sondern das, was man nicht getan hat!" Und das gibt den Ausschlag! Jawoll, ich laufe weiter! Hinterher können sie mich vierteilen oder mir die Freundschaft kündigen, aber dieses Erlebnis Marathon kann mir keiner mehr nehmen! Außerdem kann ich immer noch aussteigen, wenn es nicht mehr so gut geht. Als diese Entscheidung gefallen ist, ist mir wieder viel leichter um`s Herz. Mein Mann ist selbst Sportler und er wird es verstehen, dass ich in dieser Situation mein Versprechen einfach nicht halten kann. Irgendwann wird er trotzdem stolz auf mich sein, da bin ich mir sicher. Inzwischen bin ich bei der zweiten Brücke, der Pulaski Bridge, angekommen. Neben mir schnaufen die Leute die Steigung hoch, viele gehen langsam. Ich laufe, als ob es gar nichts ist, in meinem Tempo weiter! Weiter, weiter ... Es ist grandios! Aber nur keine verfrühte Euphorie! Die Fachleute haben vorhergesagt, dass bei Kilometer 30 „der Mann mit dem Hammer“ stehen soll. Mal sehen, ob er mich auch trifft. Den sportlich durchtrainierten Mann neben mir hat er anscheinend schon fertig gemacht, denn er weint: "Oh Gottogott!" vor sich hin. 17 Meilen, 18, 19 und die vierte Brücke ... der Mann mit dem Hammer hat mich verpasst! Juchuuuh! Mir geht es immer noch gut! An der Strecke häufen sich jedoch die "break-downs"! Immer wieder sitzen Läufer auf der kalten Erde und pumpen ... einige übergeben sich ... einer hat den Weg auf das Toilettenhäuschen nicht mehr geschafft ... Auf der fünften Brücke kommt mir ein Krankenwagen mit Blaulicht entgegen. Was da wohl passiert ist? Später lese ich in der Zeitung, dass zwei Männer während des Laufs gestorben sind. Nur gut, dass ich das zu diesem Zeitpunkt nicht weiß! So laufe ich unbeschwert und mit einem unsagbaren Glücksgefühl dem Ziel entgegen. Inzwischen zweifele ich nicht mehr daran, dass ich meinen ersten Marathon schaffen werde. Und zwar nicht irgendeinen, sondern in NYC! Der, der laut Experten der schwierigste sein soll! Der Central Park ist erreicht und an den vielen Fotografen, die auf Leitern stehen oder mitten auf der Laufstrecke sitzen, merkt man, dass es jetzt ernst wird. "1 mile to go!" Auf einer großen Videowand sehe ich mich selbst laufen! Irre! Das muss ich doch gleich fotografieren! Ein lautes Fluchen, ein harter Rempler als ich plötzlich anhalte. Auch aus dieser Welle scheinen einige hinter einer persönlichen Bestzeit her zu sein und nicht nur ankommen zu wollen. "Sorry!", aber das muss einfach sein! Und jetzt die Zielgerade! Letzte Anfeuerungen: "Red lady, you`ve done it!" Ja, ich habe es geschafft! Bevor ich durch das Ziel laufe, bleibe ich auch hier noch einmal stehen, schaue es mir ganz genau an und mache auch noch ein Bild! Nach 5 Stunden und 5 Minuten laufe ich über die Ziellinie und habe zum dritten Mal Tränen in den Augen. Ich bin angekommen! Jeder Trainingskilometer, jede Blase am Fuß, jede Quälerei hat sich gelohnt für dieses Gefühl ... wenn man die Medaille umgehängt bekommt ... Großer Jubel macht sich in mir breit! Aber ich werde immer stiller! Ich weiß jetzt genau: Ich schaffe auch alles Andere ... ich besiege die Krankheit! Oh happy day!
Pudrig-trockener Schnee, Pisten wie Krakententakel und keine Wartezeiten an den Liften: In Utah ist Skifahren anders als in Europa - auch weil Abfahrten quer durch Wälder erlaubt sind und BHs und Slips die Bäume schmücken.
Salt Lake City - "Greatest Snow on Earth" steht auf den Autokennzeichen in Utah. Das klingt vermessen, lässt sich aber von Experten aus dem US-amerikanischen Bundesstaat wissenschaftlich belegen: Fast nirgendwo auf der Welt fällt so viel Pulverschnee wie in den Wasatch Mountains des Wüstenstaats. Trockener als James Bonds Martini rieseln die Schneeflocken auf die 13 Skigebiete rund um Salt Lake City nieder und verwandeln die Region der Olympischen Winterspiele 2002 in eine einzigartige Spielwiese für Wintersportler.
Nicht einmal ein Schneeball lässt sich aus dem "Powder" pressen - ärgerlich für Kinder, aber ein Traum für Skiläufer. Auf ihrem langen Weg über die Wüsten nach Park City, Alta oder Snowbasin verlieren die Wolken viel Feuchtigkeit, den spärlichen Rest saugt der große Salzsee heraus, der Salt Lake City den Namen gab. "Aber der Schnee ist nicht nur trocken, er fällt mit bis zu durchschnittlich 13 Metern pro Jahr auch mehr als üppig", erzählt Patti Denny von der Tourismusbehörde.
Dennoch wurde Utah als Reiseziel lange ignoriert: "Alle sprachen doch nur von Kanada oder Colorado", sagt der Heliski-Führer Tyson Bradley. Aber dann kam Olympia, und plötzlich sah die Welt, dass man in Utah nicht nur Westernfilme drehen, sondern auch Skifahren kann.
Zehn Skigebiete sind nur eine Autostunde vom Flughafen Salt Lake City entfernt. Kein anderes Ski-Ziel in Nordamerika bietet so viel Abwechslung. New Yorker steigen frühmorgens ins Flugzeug und wedeln mittags schon die Pisten hinab. Aus Europa ist die Anreise mit mindestens 11,5 Stunden Flugzeit beschwerlicher - aber sie lohnt.
Skifahren in Utah ist anders als in Europa: Schier unendlich ziehen sich Pisten wie die Arme einer Riesenkrake über die Ausläufer der Rocky Mountains. Von sechs fast 3000 Meter hohen Bergen schlängeln sich unzählige Pisten herunter. "Das Beste aber ist unser Tree-Skiing", strahlt der Ski-Guide Tom Green: In den USA darf man quer durch Wälder fahren, die dafür im Sommer extra von Unterholz und Büschen befreit werden.
Elch-Patrouille für freie Pisten
In den hier bis an die Gipfel heranreichenden Wäldern ist man oft allein unterwegs: Bei 6500 Skifahrern am Berg macht das Skigebiet Deer Valley dicht. Das Gebiet würde mehr vertragen, aber es soll kein Gedränge aufkommen. Die Gäste in Deer Valley sollen nicht warten - und auch von Snowboardern nicht belästigt werden, weshalb die Sportart hier verboten ist.
Die Boarder weichen deshalb nach Park City gleich nebenan aus. Deer Valleys ungleiche Schwester ist lebendiger, jünger und fröhlicher. Bunte Holzhäuser mit Saloons, Restaurants und Galerien säumen die Main Street der alten Minenstadt. Als es mit den Silberminen bergab ging, setzte Park City alles auf den Wintersport. Die Rechnung ging auf: Seit Olympia 2002 boomt das mit insgesamt neun Talschüsseln am weitesten verzweigte Skigebiet Utahs.
TMN
Skiregion Utah: Rund um Salt Lake City liegen 13 Skigebiete
Die Einheimischen zieht es immer öfter talabwärts in Utahs jüngstes Skigebiet, "The Canyons". Dieses müssen sie sich allerdings mit Elchen teilen, die schon mal stur eine der 155 Pisten blockieren. "Deshalb haben wir extra eine "Elch-Patrol" eingeführt", erzählt Jonathan Bebe von der Bergwacht. Die Elche seien mittlerweile eine Attraktion: Gerade Europäer schätzten diesen Hauch von Wildnis, meint Bebe schmunzelnd.
Unten im Tal ist die Wildnis längst dem Olympia-Bauboom gewichen. "Normale Familienhäuser kosten mittlerweile bis zu einer Million Dollar", sagt Lon Kennard, der seit Jahrzehnten im weitläufigen Heber Valley bei Soldier Hollow lebt, wo im Olympiajahr 2002 die nordischen Wettbewerbe stattfanden. Nobel-Villen mit Golfanlage und Garagen - groß wie Reihenhäusern - gingen auch für 20 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro) noch weg. Bei den Ferienapartments für die Normalverdiener mache sich aber die Finanzkrise bemerkbar, beobachtet Kennard.
Mormonen können mit dem Ski-Zirkus gut leben
Das damit gesparte Geld ist man jedoch schnell wieder los. Zu groß sind die Verlockungen: Wer Geschwindigkeit liebt, wagt sich als Mitfahrer auf die Olympia-Bobbahn oder jagt an der "Strawberry Marina" mit dem Snowmobile über zugefrorene Seen und durch tief verschneite Wälder. Genießer zieht es ins legendäre "Prime Steakhouse" in Park City oder ins Saloon-Restaurant "Spicy Lady" in Heber City, wo der ehemalige Investmentbanker Jay Wurfbain aus den Niederlanden seinem Aussteigerleben frönt und die anfangs skeptischen Cowboys mit Spezialitäten aus der ganzen Welt begeistert.
Bei Jay gibt's auch Wein und Bier - im Mormonenstaat Utah keine Selbstverständlichkeit. "Dass die Mormonen uns jeglichen Alkohol verbieten, ist Quatsch", sagt Farmer Michael. Die Wirte umgehen das Alkoholverbot wie ihre deutschen Kollegen das Rauchverbot. Kneipen und Restaurants nennen sich "Club", und schon darf ausgeschenkt werden.
Mit dem Ski-Zirkus können die Mormonen gut leben. Schließlich geht es heute in Utah weitaus gesitteter zu als noch vor rund 80 Jahren. Damals war der bei Salt Lake City gelegene Eisenbahnknotenpunkt Ogden ein landesweit bekannter Sündenpfuhl. Rund um die "Central Station" reihten sich die Spielhöllen und Bordelle aneinander. Schießereien waren an der Tagesordnung, weshalb selbst Amerikas berühmtester Gangster Al Capone meinte: "Diese Stadt ist mir zu wild!"
Heute ist Ogden ein nettes Städtchen. Breite Pisten auf den spärlich bewaldeten Hängen locken mit rasanten Abfahrten, und den Blick von der Bergstation der Strawberry-Express-Gondel über den silbrig schimmernden Salzsee empfinden viele Gäste als atemberaubend. Gleiches gilt für die gigantischen Hütten: Der Besitzer des Skigebiets, Ölbaron Earl Holding, ließ wahre Paläste errichten. "Allein die Kronleuchter in der 'John Paul Lodge' sollen so viel gekostet haben wie die Personalkosten eines Jahres", verrät Richard Koski, der wie so viele aus einem stressigen Job an der US-Ostküste hierher in den tiefen Westen geflüchtet ist.
Mit BHs und Slips geschmückte Bäume
Für alle, die sich kein Privat-Skigebiet leisten können, gibt es gleich um die Ecke das mit seiner Handvoll Liften bescheidene Powder Mountain. Hier grüßt man einander noch auf der Piste und fühlt sich wie zu Hause. Mit 5500 Hektar befahrbarer Fläche ist Powder Mountain dabei fast doppelt so groß wie Park City, Deer Valley und "The Canyons" zusammen. Und bei durchschnittlich 13 Meter Schneefall pro Jahr wird hier auf jeglichen Kunstschnee verzichtet.
Im Schatten der Olympia-Orte gibt es in Utah noch mehr Skigebiete, die in Europa noch fast unbekannt sind. Dazu zählen auch die direkt nördlich an Salt Lake angrenzenden Resorts Alta, Snowbird und Solitude. Hier sind die Einheimischen fast unter sich, um ihren "American Way of Skiing" zu zelebrieren: entspannt, ohne Drängeln am Lift und manchmal auch etwas skurril, wenn sie die Bäume mit BHs, rosafarbenen Slips und bunten Kettchen schmücken. Skifahren in Utah ist eben anders - nicht nur wegen des "besten Schnees der Welt".
Er raste mit seinem Luxus-Porsche über den Sunset Boulevard Hier wird Beckham von der Polizei gestoppt
Der noble Sunset Boulevard in Hollywood. Ein schwarzer Super-Porsche rast über den Asphalt. Plötzlich wird der Luxus-Schlitten gestoppt – von der Polizei!
PS-Wirbel um David Beckham (33). Da ist aus dem Zauberfuß ein Bleifuß geworden...
Der Kicker-Star (spielt ab Januar für den AC Mailand) war in Los Angeles im Familien-Konvoi (Ehefrau Victoria fuhr im weißen Porsche hinterher) unterwegs – und drückte etwas zu stark aufs Gaspedal. Folge: Ein Polizist hielt den Super-Promi an, kontrollierte die Papiere des 33-Jährigen.
Kurios: Die Paparazzi, Beckhams ständige Begleiter, halfen dem Engländer! Als Beckham gestoppt wurde, hielten zahlreiche Fotografen an, verursachten ein Verkehrs-Chaos.
Der Beamte, der Beckham kontrollierte, verzichtete auf eine Bestrafung. Er ließ den Kicker-Star weiterfahren, um den Stau schnell wieder aufzulösen. Statt mit einem Bußgeld kam Beckham mit einer Verwarnung davon...